Ehrenrunde

Das morgendliche Alpenglühen auf Le Semnoz wollte gar nicht mehr aufhören. Hier war es wunderbar. Nichtsdestotrotz brechen wir wieder auf; in Erinnerung bleibend hier wieder einmal zu fliegen. Hat jemand Lust mitzukommen?

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In der Ebene schwabbeln noch die Wolken. Wir bewegen uns immer an der Grenze, mal im weißen Nebel, mal in der Sonne. Die herbstlichen Wälder leuchten in der Sonne. Direkt steuern wir auf einer neuen Route GRENOBLE an, das wir jedoch rechts liegen lassen.

Da passiert schon wieder ein Malheur. Das Schloss der Zündung verschwindet fast im Armaturenbrett. Muss den immer was passieren? Unruhig suchen wir in GAP eine Peugeot-Werkstatt auf. Dieser schickt uns zu einer VW-Werkstatt am anderen Ende der Stadt. Das Armaturenbrett muss fast gänzlich gelöst werden. Und diese Woche geht gar nichts mehr. Am nächsten Montag in einer Woche um 8 Uhr können wir wieder kommen. Wir haben ja Zeit und wollen doch nach Saint-André-les-Alpes. Doch etwas genervt sind wir schon. Nach heute 260 gefahrenen Kilometern finden wir irgendwo an der DURANCE ein Plätzchen für die Nacht. Ab und zu regnet es heftig, aber es bleibt überraschend warm.

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Morgens kämpft sich die Sonne durch die Wolken. Schnell ist SISTERON durchquert und das beschauliche Saint-André-les-Alpes erreicht. Das ist einen Pastis wert. Und natürlich kaufen wir zwei Baguette. Der Bäcker hat vermutlich eine neue Freundin. In der Sonne sitzend geht es uns schon wieder recht gut. An der Verdon genießen wir die Sonne, Peter läuft barfuß die Hügel ab. Für die Nächte suchen wir Plätzchen an der L’ISSOLE auf.

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20151014-IMG_0261Gerne verbringen wir die „Zwangspause“ in dem von uns geliebten Örtchen. Peter wandert den Le Chalvet hinauf, natürlich ein Flugberg. Mal geht das Fliegen, mal hindert ihn der Mistral, ein kalter und starker Fallwind, daran. Doch allein das Laufen in der herbstlichen Stimmung ist ein Genuss. Ansonsten fährt Peter mit der Nautilus und dem Kapitän Nemo 20 000 Meilen unter dem Meer. Das in der Jugend, wie lange ist es schon her, gelesene Buch fasziniert auch heute noch, vor allem ob der vorausgedachten Technik. Die Nautilus fährt mit Electrizität.

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Am Samstag geht’s wieder Richtung Gap, um die Ehrenrunde zu beschließen. Bis nach Portugal sind es noch über 1 700 Kilometer, direkt und ohne Umwege (die ja bekanntlicherweise die Ortskenntnis erhöhen sollen).

4 Gedanken zu “Ehrenrunde

  1. Was für eine Frage? Hat jemand Lust mitzukommen? Die Lust ist hier ja nicht das Problem, wir scharren ja schon mit den Hufen……
    Eure technischen Probleme tun uns leid, das gehört aber dazu und damit müßt ihr einfach fetrig werden. Wir glauben an Euch, ihr werdet das mit Bravour meistern, schließlich hat Euer Dicker auch einen Anspruch auf Zuwendung.
    Fahrt langsam, ärgert Euch nicht, genießt alle noch so winzigen Details um Euch herum und versorgt uns weiter mit wunderbaren Impressionen….

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  2. Hallo ihr zwei,
    nun habe auch ich endlich Zeit gefunden, euren Berichten zu folgen. Eure Worte und Bilder entführen mich relegrecht von der Masterarbeit nach Italien und Frankreich und bringen mich zum Träumen. Ich kann die Baguettes und Pains au Chocolat förmlich schmecken. Esst eines oder zwei für mich mit, ja?! 🙂
    Jaja, die Technik… Tief durchatmen oder einfach mal draufhauen, vielleicht hilft es ja 😉 Ich denke, ihr genießt die Zeit trotzdem und eilig braucht ihr es ja auch nicht zu haben. Möglicherweise steigert das Warten ja auch die Vorfreude auf die weitere Reise…
    Ich wünsche euch auf jeden Fall Gelassenheit, gute Mechaniker, weitere tolle Blicke und Momente wie bisher und leckeres Essen. Lasst es euch gut gehen! 🙂

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  3. Lieber Peter, liebe Susanne,
    da ich mit „blogs“ bislang keine Erfahrung hatte, habe ich erst jetzt das Kommentarkästchen gefunden – sorry! Es ist schön, an Eurer Bummelei durch die Welt ein wenig teilnehmen zu können, Eure Berichte zu lesen und zugleich durch die schönen Fotos auch eine bildhafte Vorstellung von dem zu erhalten, was Ihr so erlebt.
    Gisi und ich wünschen Euch weiterhin alles, alles Gute, das notwendige Durchhaltevermögen Eures „Dicken“, guten Mut und Zuversicht bei allen möglichen unerwarteten kleinen „Hindernissen“, vor allem aber viel Freude an den schönen und vielen Begegnungen mit anderen Menschen.
    Macht es weiterhin gut!

    Herzlichst
    Reinhart mit Gisi

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