Vom Lac zum Lago

Die Sonne löst die letzten Wolken im gleißenden Licht auf. Nach dem geruhsamen Tag im Regen nutzen wir das sonnige Wetter für die Weiterfahrt. Und wir sollten belohnt werden. Hinter UGINE ist die Talstraße gesperrt und eine Umleitung bringt uns auf kleiner und gut befahrener Straße hoch über dem GORGES DE L’ARLY weiter. Mittlerweile ist der Himmel strahlend blau, nur ein paar schon thermische Wolken leuchten strahlend weiß.

Auf der Fahrt hinab nach SALLANCHES thront auf einmal der majestätische MONT BLANC über dem grünen und blühenden Tal. Über einen weiteren COL DE LA FORCLAZ, jetzt schon wieder in der Schweiz, erreichen wir bei MARTIGNY das breite und schnurgerade RHONETAL, das wir jedoch schnell durcheilen. Hoffentlich hat der SIMPLON PASS geöffnet, unsere direkte Verbindung zum LAGO MAGGIORE. Staunend sehen wir dann die breite Auffahrt hinauf in die schneebedeckten Berge; sogar große LKW sind unterwegs. In unserer Erinnerung war die Passstraße eng und kurvig, heute sind wir froh über die komfortable und schneefreie Straße. Durch die mächtige und finstere Schlucht der DIVERIA erreichen wir Italien und wieder wärmere Gefilde. Müde und voll von den Bildern und Eindrücken des Tages finden wir in MASERA neben Fußballplätzen eine große, ruhige und vor allem unbeleuchtete Wiese für den Rest des Tages.

Die Schnellstraße bringt uns zügig an den LAGO MAGGIORE nach PALLANZA. Unser Dicker muss etwas außerhalb parken, denn heute ist Markttag. Wir schlendern durch die Stände und kaufen schmackhafte sizilianische Tomaten. Nach dem obligatorischen Glas Weißwein an der Anlegestelle müssen wir natürlich noch eine Pizza essen. Nun sind es auch schon wieder 5 1/2 Jahre, seitdem wir hier den ersten Teil unserer Flitterwochen verbrachten. Und immer wieder zieht es uns seit unserem allerersten gemeinsamen Urlaub an den Lago.

Völlig gesättigt schleppen wir uns zum Dicken und setzen mit der Fähre nach LAVENO über. Es freut uns immer wieder, den vielen adretten und meist sonnenbebrillten Offiziellen am Hafen zuzusehen. Jeder hat so seine spezielle Aufgabe. Und bei der wichtigsten Aktion jedoch, dem Einparken auf der Fähre, ist kein Uniformierter zu sehen. Am Strand in CERRO geben wir uns dem Verdauen und satten Nichtstun hin. Der Himmel wird immer dunkler, die Berge verschwinden in Nebel und Regen. Aber das kennen wir ja schon. Susanne füttert die beiden verliebten Schwäne, die es schwer mit den hohen Wellen haben. Und dann leuchten wieder die Lichter an den Ufern des Sees. Nun sind es nur noch ein paar Tagesetappen nach Hause.

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