In den Gassen Cortonas

Wir sind schnell quer durch die Toskana geeilt. Die ausländischen Autos sind klar in der Überzahl und die Städte quellen trotz der fortgeschrittenen Saison vor Menschen über, die alles andere als Italienisch sprechen. Haben die trutzigen Orte sich früher mit dicken Mauern den Feinden und Fremden erwehrt, sind sie heute von einem Ring aus Parkplätzen umgeben, die Mindestparkgebühr beträgt mancherorts 5,- €. Irgendwie kommen wir hier nicht zur Ruhe, machen einen Zwischenstopp in VOLTERRA, fahren an SAN GIMIGNANO vorbei, Übernachten am Cimitero des verschlafenen CIVITELLA IN VAL DI CHIANA, bevor wir, das uns aus einigen Besuchen bekannte, CORTONA erreichen.

CORTONA, am südöstlichen Ende der Toskana an der Grenze zu Umbrien gelegen, kann auf eine fast 3000 Jahre alte und somit bestimmt wechselvolle Geschichte zurückblicken. Auf einem Ausläufer des Monte Sant’Egedio gelegen, thront sie weit über dem VAL DI CHIANA. Bei der BASILICA DI SANTA MARGHERITA finden wir einen wunderbaren und ruhigen Aussichtsplatz hoch über der alten Stadt, wir wähnen uns in einem Schlosspark. Sogleich, es ist noch früher Morgen, steigen wir auf steilen Wegen hinunter in die Altstadt.

Erstaunlich viele Italiener sind in den engen Gassen unterwegs. Sie sitzen auf der PIAZZA DE REPUBBLICA, stehen an den Hausecken zusammen oder gehen gemeinsam einen schnellen Caffé trinken. Der Frisör steht vor seinem altertümlichen Laden, der immer noch den Chic der 50er Jahre zeigt, und wartet auf Kundschaft. Die Hausfrauen bleiben mit ihren vollen Taschen für einen Ratsch stehen. Neben den überall in touristischen Orten präsenten Modegeschäften gibt es noch viele alte Läden, in denen die Italiener einkaufen: einen Alimentari, an dessen zwei Meter breiten Theke drei Frauen Brot und Käse verkaufen, ein Schaufenster zeigt altmodisch Hüte, in der Einfahrt eines Palazzos hat ein Gemüseladen seine Stände mit frischem Obst und Gemüse aus der Region aufgebaut. Trotz der nun zu späterer Stunde einfallenden Touristen hat sich CORTANA seinen eigenen Lebensstil erhalten. Vielleicht ist auch schon die Nähe zu dem eher verschlafenen UMBRIEN zu spüren, das wir in den nächsten Tagen ausgiebig erkunden wollen.

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