Wieder zu Hause

Nun geht es ratzfatz. In MEDUNO ist am Morgen der Himmel grau und auch die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind wenig optimistisch. So packen wir unsere Sachen zusammen und starten die Alpenüberquerung. Als wir ins Tal des TORRENTE CELLINA kommen, scheint zu unserer Überraschung die Sonne. Die schneebedeckten Hügel der FRIUILISCHEN DOLOMITEN leuchten im frühen Licht. Am LAGO DIE VAJONT legen wir die erste Rast ein und sind wie immer, wenn wir hier stehen, betroffen von dem Unglück am 9. Oktober 1963. An diesem Tag rutschten auf 2 Kilometer Länge 270 Millionen Kubikmeter Gestein (das doppelte des Stauvolumens) in den Stausee. Das Wasser überströmte die Mauer und zerstöre das unterhalb gelegene LONGARONE vollständig. Etwa 2 000 Menschen starben, die Mauer blieb weitgehend unbeschädigt.

Vorbei an CORTINA D’AMPEZZO erreichen wir den MISURINASEE. An dessen Ufer in der warmen Sonne sitzend genießen wir das obligatorische Glas Weißwein. In SILLIAN hat die Flugschule Blue Sky gerade noch geöffnet. Wir geben den Rettungsfallschirm zum Check und gönnen uns an der Grenze im Tempele eine Pizza. Am nächsten Tag fahren wir durch das PUSTERTAL, über die alte BRENNERSTRASSE und den ZIRLER BERG nach MITTENWALD. Der Nordstau der Wolken beschert uns eine regnerische Nacht am Ufer der ISAR. Immer noch unter einheitlich grauen Himmel fahren wir anderntags über GARMISCH PARTENKIRCHEN und vorbei am PLANSEE ins ALLGÄU.

Am Morgen wachen wir inmitten einer Nebelsuppe auf. Doch der Föhn vertreibt die Wolken schnell vom Himmel und schenkt uns einen frühlingshaften Tag, den wir am Ufer des halb vollen FORGGENSEES genießen. Dann hält uns nichts mehr und wir nehmen die letzte Etappe in Angriff. Heute siegen wieder die Wolken, so passt das Wetter gut zu unserer Abschiedsstimmung. Zuhause in WEISSENBURG führt uns der erste Weg in die Metzgerei, die wir mit verführerisch duftenden Leberkässemmeln verlassen.

Eine wundervolle Reise durch den Apennin und entlang der Küsten Italiens ist zu Ende. In 207 Tagen fuhren wir bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwas über 40 km/h ca. 13 000 km mit unserem zuverlässigen Dicken und bewältigten dabei 130 000 Höhenmeter. Wir haben wundervolle und stets freundliche Menschen getroffen, sind in einer überwältigenden Natur gewandert und geflogen und kommen mit vielen Bildern im Kopf und auf dem Computer nach Hause. Die Reise wird bestimmt noch lange nachwirken. 10 000 Fotos und ein auf 750 Seiten angewachsenes Tagebuch warten auf Überarbeitung.

Nun freuen wir uns erst einmal auf die Frühlings- und Sommermonate in unserer fränkischen Heimat. Bestimmt gibt es auch hierüber wieder einiges zu erzählen. Schaut doch einfach ab und zu auf unserem Blog vorbei oder drückt einfach, falls noch nicht geschehen, den Folge-Button.

Ciao, ciao.

4 Gedanken zu “Wieder zu Hause

  1. Herzlich Willkommen in D.
    Großartige Reise … überwältigende Bilder … und leider vorbei. Aber man kann ja nicht immer nur auf Reise sein 😉
    Mein Angebot steht … schreibt mir.
    lg Francis Bee

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