Wandertage in der Fränkischen Schweiz

Wo trifft man sich am besten, wenn der Vater mit seinen beiden Töchtern ein paar Tage wandern will und das Gebiet verkehrsgünstig sowohl von Köln als auch von Nürnberg erreichbar sein soll? Natürlich in der FRÄNKISCHEN SCHWEIZ. Unser Hauptquartier schlagen wir in EBERMANNSTADT, das direkt an der WIESENT liegt, auf. Die „Fränkische“, wie sie bei uns in Nürnberg heißt, ist ein Mittelgebirge mit vielen beschaulichen Tälern, anspruchsvollen Kletterfelsen und natürlich vielen Wirtschaften mit lauschigen Biergärten. Hier gibt’s zum Nationalgericht der Franken, dem Schäufele, ein kühles süffiges Bier aus einer der vielen privaten Brauereien. Die Preise sind moderat und lassen die Touristen aus München und dem hohen Norden immer wieder erstaunen.

Unsere erste Wanderung führt uns auf den EHRENBÜRG. Aber unter diesen Namen kennt diesen Zeugenberg bei FORCHHEIM kein Einheimischer, hier heißt er liebevoll „WALBERLA“. Bereits in der Jungsteinzeit wohnten hier Menschen, heute steht einzig die Walburgiskapelle malerische auf dem Sattel zwischen den den beiden runden Kuppen.

 

Am nächsten Tag fahren wir weiter hinein ins beschauliche WIESENTTAL, nach MUGGENDORF. Steil hinauf führt der Weg zur OSWALDHÖHLE. Wir machen noch einen „kurzen“ Umweg zum Aussichtsberg am HOHEN KREUZ. Man mag gar nicht meinen, wie viele Höhenmeter hier zu bewältigen sind. Steil führt der schattige Weg durch den Buchenwald hinunter und wieder hinauf. Dann liegt das verwunsche QUAKENSCHLOSS vor uns. Eine Fee wollte hier einen Jäger zum Manne haben, doch dieser wollte lieber zu seiner Liebsten. Die Fee starb, die Höhle stürzte ein und den Jäger fand man tot am Fuße des QUAKENSCHLOSSES. In ENGELHARDSBERG erinnern wir uns gerne an zahlreiche Wochenenden mit dem Bumberle, unserem ersten Wohnmobil. Hinter der Ortschaft führt der Weg wieder steil hinunter ins WIESENTTAL. Dabei durchqueren wir die RIESENBURG, eine eindrucksvolle Versturzhöhle. Einzig ein paar Felsbögen haben der Erosion standgehalten. Hinter DOOS kommen wir ins beschauliche AUFSESSTAL. Im Garten der KUCHENMÜHLE stärken wir uns mit frischem Bier und kühlen Spezies für den Rest unserer Wandertour.

 

Der Sommer hat Einzug gehalten. Heute soll es über 30 Grad warm werden. Da bietet sich die gemütliche Wanderung durch das romantische PÜTTLACHTAL an. Hinter POTTENSTEIN schlängelt sich das Weglein dem munter plätschernden Bach entlang. Ein Biber war fleißig, hat Bäume angenagt und ein Damm gebaut. In HOLLENBURG stehen ein paar Biertische im Schatten. Am Kiosk gibt es die Halbe für 2,- €, zu der wir uns frisches knuspriges Brot aus dem Backofen und Schinken schmecken lassen. Wir hätten die Wanderung in umgekehrter Reihenfolge machen sollen. Auf den letzten Kilometern brennt die Sonne unbarmherzig auf uns nieder. Eine kurze Erfrischung bietet die HIMMELSLEITER, ein Aussichtsturm mit 150 Treppen. Oben, im etwas frischerem Wind, sehen wir unser Ziel, die Burg von POTTENSEIN.

5 Gedanken zu “Wandertage in der Fränkischen Schweiz

  1. Auch wir sind immer wieder verblüfft, mit welch moderaten Preisen man in einem Landgasthof in der Fränkischen Schweiz noch speisen und trinken kann. Wieder im Speckgürtel der großen Städte angekommen, fragen wir uns regelmäßig: „Sind die in der Fränkischen Schweiz zu billig, oder sind die im Speckgürtel unverschämt. 😉 Und immer wieder lautet unser Urteil: Das Angebot in der ‚Fränkischen‘ ist gut und sehr preiswert. Billig ist woanders. 😉
    Auch wir sind immer wieder gern für 2-3 Tage in der Fränkischen unterwegs. Ist ja auch für uns nur ein Katzensprung. Wir nennen das Urlaub, abseits vom Massentourismus, direkt vor der Haustür.
    LG WoMolix

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    • … und die Wohnmobilisten sind gerne gesehen. Fast jede Ortschaft hat ausgewiesene Parkplätze und es gibt einige Campingplätze (wer einen braucht). Zudem gibt es viele Möglichkeiten, frei zu stehen, am besten vor einer der unzähligen Brauereiwirtschaften. Dann kann man ein paar der 2 000 fränkischen Biersorten ohne Angst vor Polizeikontrollen ausprobieren.

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