Auf historischen Pfaden in Kobarid

 

KOBARID ist ein quirliges Touristenstädtchen an der türkisblauen SOĈA. Im 12. Jh. war der Ort ein Knotenpunkt an alten Handelswegen, dann geriet er in die Wirren der Kriege: Napoleon zog hier durch und im 1. Weltkrieg war es blutiger Schauplatz der 12. Isonzoschlacht, in dem es dem deutschen Erwin Rommel mit seinen Soldaten gelang, die italienische Front zu durchbrechen. Heute verbindet ein historischer Lehrpfad einige dieser geschichtsträchtigen Orte mit der eindrucksvollen Natur.

Wir starten bei der über KOBARID gelegenen Kirche SVETI ANTON, an der über 7 000 italienische Soldaten (insgesamt starben über 1 Million Soldaten an dieser Front) ihre letzte Ruhestätte fanden. Der Weg führt einem Kreuzgang entlang hinunter in den Ort, der ein renommiertes Museum zum 1. Weltkrieg beherbergt. Über die NAPOLEONBRÜCKE gelangen wir auf die andere Seite der SOĈA. Hier gruben die Italiener eine dritte Verteidigungslinie in den Felsen. Einige der Schützengräben und Unterstände sind restauriert. Man mag sich gar nicht das Leid der Soldaten vorstellen, denen hier tagelang die Granaten um die Ohren flogen. Wir wandern weiter in das liebliche Tal der KOZJAK, deren Wasser in einen Felsendom stürzt und so ein atemberaubendes Schauspiel geschaffen hat. Wieder auf der anderen Flussseite angelangt, liegt versteckt auf einem einsamen Hügel TONOVGOD GRAD, eine alte römische Siedlung aus dem 6. Jh. Einst standen hier zwanzig Häuser und drei Kirchen. Die Bewohner flüchteten hierher vor den einfallenden Barbaren.

 

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