Vom Golf auf die Insel Lefkáda

So langsam verstehen wir unsere Freude, die schon seit Jahrzehnten nach Griechenland fahren. Die Menschen sind freundlich und zuvorkommend, die Landschaft höchst abwechslungsreich, überall ist Geschichte über Jahrtausende hinweg präsent, das Wetter ist zwar wechselhaft, aber immer noch wärmer als zu Hause.

Wir vollenden unseren Rundkurs um den GOLF VON AMVRAKIKÓS, bleiben über Nacht am weiten Strand (leider voll mit Miniseeigeln) von MENIDI, schlendern über eine bucklige Brücke zur Insel KOUKOUMITSA mit einer kleinen Kirche und besuchen die venezianische Festung in VONITSA.

Dann erreichen wir die Insel LEFKÀDA, deren Zugang die venezianischen Festung AGIA MÀVRA sicherte. Fast unversehrt steht der mächtige Mauerring direkt am Wasser, leider ist die Burg geschlossen. Wir bleiben gegenüber im kleinen Hafen stehen, vom böigen und starken Wind durch die Kaimauer geschützt. Die Nacht bringt wieder heftigen Regen, Blitz und Donner, der Morgen beginnt mit weiß blauem Himmel. Dann machen wir uns auf zur Umrundung der Insel. Bei NYDRI besuchen wir das Grab von Wilhelm Dörfeld (leider etwas verwahrlost), einem bekannte Archäologen, der in Olympia, Mykene und, zusammen mit Heinrich Schliemann, in Troja gegraben hat. Vom Ende der kleinen Halbinsel ist ein Teil von SKORPIÓS zu sehen, der Privatinsel der Onassis (wenn sie sie noch besitzen). Schon ein paar Kilometer weiter führt eine kurvige Straße durch Olivenhaine mit uralten und mächtigen Bäumen hinunter in die jetzt verlassene und einsame Bucht MIKROS GIALOS. Türkisfarbenes Wasser plätschert an den Kiesstrand. Leider ist es für ein Bad viel zu kalt. Als kleine Entschädigung zaubert das Wetter eindrucksvolle Farben und Stimmungen, aber bringt auch wieder Regen.

Wieder wechseln sich Sonne und Regen ab, der starke Wind schiebt die Wolken an die Berge der Insel. In MARANDOCHARI kaufen wir beim Bäcker ein knuspriges Brot und ein Hörnchen. Dann klappern wir einige Buchten ab: SYVOTA, AFTELI, VASSLIKI, bis wir am KAP DUKÁTO unterhalb des Leuchtturms, früher stand hier ein Tempel des Apollon, beim großen Parkplatz im Windschatten stehen bleiben. Die Felsen, das türkisfarbene Wasser (unglaublich diese Farbe) und die Wolkenstimmungen sind fantastisch. Kleine Frachter kämpfen sich Gischt spritzend durch die Wellen. Über KEFALONIA stehen meist dunkelschwarze Wolken, aus denen es heftig regnet. Gegen Abend beruhigt sich das Wetter, der Wind schläft fast ein und Sterne und Mond leuchten über uns.

3 Gedanken zu “Vom Golf auf die Insel Lefkáda

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