Am südlichen Ende Griechenlands

Die MÀNI, der mittlere Finger des Peloponnes, ist eine schroffe Landschaft mit trutzigen Dörfern, die von wehrhaften Türmen beherrscht werden. Über die Feiertage tingeln wir durch diese pittoreske Landschaft, übernachten in einer lauschigen kleinen Bucht oder auf kleinen Aussichtsbalkonen. Peter wandert auf den ein oder anderen Berg und erkundet einige der zahlreichen kleinen Kapellen und verlassenen Städte. Selbst in die zum Kuhstall umfunktionierten Gotteshäuser sind die verblassten Gemälde zu sehen, antike Säulen liegen herum. Hinter dem verlassenen VÀTHIA kommen wir ans Ende der Welt, zum KAP METAPAN oder TENARO, wie es die Manioten noch heute nennen. Wir fahren bis zum antiken TENARO, einer einst blühenden Stadt, von der nicht viel übrig blieb und halten beim Heiligtum und Totenorakel des Poseidon. Herkules zerrte hier den Höllenhund Kerberos ans Tageslicht, in den kleinen Buchten ankerten römische Handelsschiffe und die Kreuzfahrer bunkerten Proviant und rekrutierten Söldner. Am 28. März 1941 siegte die britische Royal Navy in einer Seeschlacht zwischen dem Kap und Kreta über die italienische Regia Marina, die sich danach nicht mehr auf dem Mittelmeer sehen ließ. Peter wandert zum (fast) südlichsten Punkt Europas, gerade einmal 40 Kilometer ragt Gibraltar weiter in den Süden, sogar Tunis und Algier liegen nördlicher. Nahe dem Kap ist das CALYPSOTIEF, mit 5 121 Metern der tiefste Punkt des Mittelmeeres. Dann sitzen wir im Dicken, warten den ein oder anderen Regenschauer ab und beobachten die vielen riesigen Schiffe, die vorbei ziehen. Bei Sonnenschein springen wir sogar kurz in die klaren Fluten. In der Nacht schlägt das Wetter wieder um. Der stürmische Südwind bringt Wärme, graue Wolken und Regen, nur ab und zu spitzt die Sonne am Morgen noch einmal hervor. Das neue Jahr soll uns laut Wetterbericht mit Sonne begrüßen. Dann hoffen wir, dass die Wettermodelle der Meteorologen diesmal stimmen.

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