Die Biergärten öffnen

Zuhause kommt langsam der Frühling und die ersten Biergärten öffnen am Wochenende. Leider nicht bei uns. Wir besuchen noch einmal das KLOSTER MONI AGÍA TRIÁDA, schon wieder stehen drei Reisebusse mit Kreuzfahrern davor, und sehen uns die kleine Ausstellung mit alten Haushaltsgeräten an.

An der westlichen Seite der HALBINSEL AKROTÍRI liegt der kleine Hafen von MARATHI. Eine Gruppe wichtig aussehender Kreter diskutiert vermutlich die neuen Ausbaupläne, zwei Fischer reparieren ihr kleines Boot und ein Angler versucht sein Glück. Noch scheint die Sonne und das Wasser leuchtet blau vor den Bergen der LEFKÁ ÓRI. Doch nach und nach sinken die Wolken herab und erste Regenschauer ziehen über das Wasser. Das hält jedoch die Jetpiloten vom nahen NATO-Stützpunkt nicht vom Fliegen ab. Bis in die Nacht hinein kreisen sie laut dröhnend über uns und üben unzählige Starts und Landungen.

In der Nacht legt der Nordwind heftig zu. Am nächsten Morgen fahren wir wieder zu „unserem“ Strand nahe CHANIÁ. Aus dem klaren Wasser ist eine brodelnde braune Brühe geworden, die Wellen schlagen heftig an den Strand. Der nahe Flughafen misst in der Spitze Windböen von 78 km/h. Die Kreter schütteln über dieses Wetter nur den Kopf oder zucken entschuldigend die Schulter; so einen nassen und stürmischen Winter haben sie noch nie erlebt. In der Nacht trommeln unentwegt dicke Tropfen und schwere Hagelkörner auf den Dicken, Blitze zucken über den Himmel und schlagen laut krachend in unmittelbarer Nähe ein.

Am Freitag Morgen spitzt die Sonne durch ein kleines Wolkenloch. Wir nutzen die unerwarteten Lichtblicke und fahren wieder an die Westküste der HALBINSEL AKROTÍRI. Bei einer Kirche über dem SEITÁN LIMÁNIA, dem Hafen des Teufels, genießen wir die kurzen sonnigen Stunden. Auf der Rückfahrt nach CHANIÁ treffen wir zwei britische Wohnmobilisten. Sie berichten von verschütteten und gesperrten Straßen in den Süden.

Am Montag soll der Regen aufhören und die Sonne wieder das Regiment am Himmel übernehmen. Wir geben die Hoffnung nicht auf. Bis dahin nutzen wir ausgiebig das freie Wi-Fi der Stadt Chaniá. Wenigstens etwas.

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