DURCH DIE SCALA DI SANTA REGINA NACH CORTE

Wir verlassen die Westküste Korsikas mit den bizarren roten Felsen. Hoch über der SPELUNCA-SCHLUCHT führt die Straße mit vielen Kurven ins Landesinnere. Über 600 Höhenmeter Abstieg, und später natürlich auch wieder Aufstieg, in die malerische Schlucht sind heute auch dem Peter zu viel. So belassen wir es bei einem Blick zurück nach PORTO und hinunter ins tiefe Tal.

Auf dem COL DE VERGIO erreichen wir 1477 m ü.d.M. Hier ist es frisch und der Westwind pfeift uns um die Ohren. Da halten wir uns nicht lange auf und fahren durch einen ausgedehnten Wald wieder hinunter. Immer wieder streifen ganz Rudel von verwilderten Hausschweinen mit ihren possierlichen Frischlingen über die Straße.

Nach ein paar Regentropfen in der Nacht am LAC DE CALACUCCCIA ist der Himmel am Morgen wieder einmal wolkenlos. Als erste der Wohnmobilisten, um uns herum standen weitere fünf, machen wir uns auf den Weg. Nur ein paar Kilometer weiter tauchen wir erneut in eine Schlucht ein: der GOLO hat hier ein tiefes Tal gegraben. An einer Quelle, die aus einer aus Tifoni-Steinen zusammengesetzten Wand nur spärlich tröpfelt, parken wir den Dicken in einer Ausweiche. Peter marschiert über den SENTIER DE TRANSHUMANCE hoch über der SCALA DI SANTA REGINA zurück. Früher trieben hier die Hirten ihre Schafe auf die Sommerweide ins NIOLO. Beeindruckend ist die Anlage des Weges. Kommen heute Sprengstoff und großes Gerät zum Einsatz, konnten die frühen Wegebauer nur Steine aufschichten. Bergauf und bergab führt der erstaunlich breite Weg, zwei Esel kommen hier locker aneinander vorbei. Und er ist immer noch gut erhalten, kein Sturzbach nach einem Regenschauer konnte ihm bisher was anhaben. Sogar eine Brücke, die PONT DI L’ACCIA, spannt sich, mit einem Pfeiler auf einen großen Stein aufstützend, über einen Bach. Darunter lädt eine große Gumpe mit klarem frischen Wasser zu einem Bad ein.

Nach der Mittagspause fahren wir nach CORTE, der historischen Hauptstadt des nur fünfzehn Jahre lang unabhängigen Korsikas. Gleich hinter der einzigen Universität der Insel finden wir am Zusammenfluss von TAVIGNANO und RESTONICA einen schattigen und ruhigen Platz. Wir drehen am Nachmittag eine Runde durch den pittoresken Ort. Über der Stadt thront die Zitadelle, darunter führen verwinkelte steile Gassen durch die Altstadt, allerdings mit vielen unbewohnten und verfallenden Häusern. Natürlich ist dem „Vater des Vaterlandes“ Pasquala Paoli und dem „General der Nation“ Gian Pietro Gaffori je eine Statue gewidmet.

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