IN FRANKREICH ANGEKOMMEN

In der Morgendämmerung tuckern die ersten Schiffe vorbei. Am Morgen ist es so frisch, dass über dem Rhein leichte Nebelschwaden ziehen. Eine Schwanenfamilie zieht im ersten goldenen Sonnenlicht vorbei, eines ihrer Jungen ist noch ein hässliches Entlein.

Nur ein paar Kilometer weiter passieren wir fast unbemerkt die Grenze der beiden Länder, die über Jahrhunderte hinweg ihre jungen Menschen in viele sinnlose Kriege schickten. In der ersten Boulangerie müssen wir unser erstes Baguette sowie ein Croissant und ein pain au chocolat kaufen. Susanne schämt sich ein wenig, dass Peter nur ein Brot mitbringt.

Die große Bienwaldmühle liegt jetzt in Deutschland, an dem deutsch-französischen Grenzfluss Lauter. Um den Mundat-Wald gab es seit 1945 Streit, der erst 1983 durch eine von Kanzler Kohl und Präsident Mitterand unterschriebene Vereinbarung beigelegt wurde. Jetzt ist der Wald deutsches Staatsgebiet, Eigentümer jedoch der französische Staat. Ein gemeinsames europäisches Umweltprojekt soll unberührte Natur verbinden und die Ansiedlung von verschiedenen Fischen, auch des Atlantischen Lachses, wieder ermöglichen.

Entlang des Lauter ist noch ein Damm erhalten, der als Verteidigungslinie im Spanischen Erbfolgekrieg 81701 – 17014) diente. Durch Flutung des Flusstales sollten die von Norden heranstürmenden Deutschen abgehalten werden. Heute verläuft auf dem Kamm ein Wanderweg durch eine sich selbst überlassene, nun wieder wilde Auenlandschaft.

2 Gedanken zu “IN FRANKREICH ANGEKOMMEN

  1. Die Franken in Frankreich, gibt es da ein Zusammenhang? 🤔

    Die Einkaufsquelle ist schon mal sehr gut gewählt 👍
    Vor vielen Jahren hatten wir mal einen prima Stellplatz am Atlantik, die Bäckerei leider zwei Kilometer entfernt. Während Dagmar den Kaffee kocht musste sich Jürgen auf den Fußmarsch machen, das passte zeitlich ganz gut, bei der Rückkehr war der Tisch gedeckt und die Kinder angezogen und gewaschen.
    Am 2. oder 3. Tag wollte die älteste mit, die wanderr gerne und so ist der Weg nur halb so lang.
    Nur auf dem Rückweg bekam sie soooooo einen großen Hunger, da haben wir ein wenig von dem Baguette genascht. DAS WAR SO LECKER ! Mit einem halben Brot sind wir zurück zum Womo gekommen, da haben die aber lange Gesichter gemacht.
    Am nächsten Morgen hatte Jürgen die Gesellschaft von zwei Kinder, von nun an haben wir zwei duftende Baguette gekauft, eins schaffte es zum Womo und Dagmar wunderte sich das die Kinder am Morgen keinen Appetit mehr hatten.
    Wünschen euch eine schöne Zeit in dem phantastischen Camperland
    Eure Globetrottel‘

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