Die Schlachten am Isonzo

20170909 53

888 Tage dauerte der erbittert geführte Krieg an der Soĉa, auf italienisch Isonzo. Zwischen Mai 1915 und Oktober 1917 lieferten sich die Armeen aus Italien und Österreich-Ungarn, später auch Deutschland, zwölf erbitterte Schlachten. In elf Schlachten griffen die Italiener an, die über weit mehr Soldaten und Maschinen verfügten als die Verteidiger der Doppelmonarchie. Erst in der zwölften und letzten Schlacht wechselten die Rollen. Die österreich-ungarische Armee, unterstützt von deutschen Streitkräften, überrannten die italienischen Stellungen in einem ersten „Blitzkrieg“ mit völlig neuer Taktik. Die Italiener zogen sich völlig ungeordnet in wenigen Tagen hinter die Piave zurück und gruben sich hier erneut ein. Die Zahl der Toten, Verwundeten und Gefangenen an der Isonzofront erreicht die Millionengrenze.

Der Journalist Miro Simĉiĉ zeichnet das militärische Geschehen in großen Linien nach und bezieht dabei das Erleben der einfachen Soldaten und der ortsansässigen Bevölkerung rund um die Kampfgebiete mit ein. Er beschreibt die Unfähigkeit der Offiziere, mit den neuen Kriegsmitteln umzugehen. Immer wieder schicken sie ihre Männer, wie in den bisherigen Kriegen, in Reih und Glied los, um im Maschinengewehrhagel zu sterben. Um sich zumindest etwas vor den oft tagelang andauernden Granatangriffen schützen, bleibt den Gegner nichts weiter übrig, als sich einzugraben. Viele Bilder zeigen die Schrecken dieses Stellungskrieges auf, die wir heute nur schwer nachvollziehen können. Und das alles ist noch keine 100 Jahre vergangen.

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