In einem anderen Land

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Ernest Hemingway meldete sich mit 19 Jahren freiwillig für den 1. Weltkrieg. Mit einer Kolonne des Roten Kreuzes war er auf italienischer Seite als Sanitäter an der Isonzofront tätig und lebte zeitweise in Kobarit. Er wurde verwundet und kehrte 1919 in seine Heimat zurück.

In dem Roman beschreibt er seine Erlebnisse. Er genießt als Tenente einer Sanitätsgruppe einerseits das Leben eines Offiziers in der Grenzstadt Gorizia, berichtet aber auch von den Schrecken der Front. Die schottische Krankenschwester Catherine verliebt sich in sie, und er nach

einigem Zögern auch in sie. Von einer Granate getroffen wird er schwer am Knie verletzt und zur Operation und Erholung nach Mailand transportiert. Dort pflegt und liebt ihn Catherine in einem provisorischen amerikanischen Hospital. Wieder genesen und zurück an der Front, flieht er nach der 12. Schlacht an der Isonzo mit den italienischen Armeen über die friulische Ebene. Als er nach dem Überqueren des Tagliamento vor ein Schnellgericht wegen Desertation gestellt werden soll, kann er entkommen und desertiert. Zusammen mit Catherine kann er nach Stresa am Lago Maggiore fliehen und schließlich rudernd die neutrale Schweiz erreichen. Er hat genug vom schrecklichen Krieg.