Gut in Kreta angekommen

Um sechs Uhr am Abend reihen wir uns in die kurze Reihe der Wartenden ein. Immer neue LKW kommen, verladen die Auflieger und brausen alleine aus den großen Bauch der Fähre heraus. Die Einweiser pfeifen und winken hektisch, streiten sich, geben unterschiedliche Anweisungen. Der eine winkt den LKW heran, der andere stoppt ihn. Nach endlosem Warten können wir kurz vor Abfahrt um neune Uhr auch auf die Fähre holpern. Wir fahren über eine Rampe in den zweiten Stock. Hier die gleiche Situation: der eine Einweiser winkt uns nachts rechts, der andere nach links, ein anderer will, dass wir rückwärts einparken. Da hilft es nur, ganz ruhig zu bleiben, auch wenn das Winken immer hektischer wird. Endlich angekommen, gibt uns die freundliche Dame an der Rezeption unseren Kabinenschlüssel. Wir duschen mit heißem Wasser ausgiebig, was für ein Luxus, trinken gegen die Seekrankheit einen Ouzo und schlafen ganz gut. Das Schiff schaukelt nur ganz leicht.

 

Eine nette Stimme weckt uns gegen sechs Uhr, wir wären nun gleich in IRAKLION. Schnell haben wir unseren Dicken gefunden, und schon wieder geht das Gerangel los. Die ersten Autos bringen sich in Position, das gleiche Gedränge wie im Flugzeug kurz nach der Landung. Über der Festung am Hafen ist das erste Licht zu sehen, doch KRETA empfängt uns mit einem leichten Regenschauer. Schnell verlassen wir die Großstadt, um uns für den ersten Morgenkaffee ein stilles Fleckchen zu suchen. Gleich hinter dem Flughafen bleiben wir am Meer stehen und schnaufen erst einmal ein wenig durch. Beim nahen Lidl kaufen wir noch Brot ein, da wir nicht wissen, wie die Versorgung hier in KRETA außerhalb der Saison ist. Doch unsere Befürchtung ist umsonst. Zwar sind viele der Läden und Restaurants geschlossen, doch überall finden wir einladende Bäcker und Metzger. Wir schlängeln uns vorbei an den riesigen Hotelanlagen und kleineren Feriensiedlungen und finden in MALIA bei einer kleinen Kirche direkt am Meer einen ganz passablen Ort zum Ankommen. Immer wieder lugt die Sonne zwischen den dunklen Wolken hervor, über dem Meer braut sich wohl ein Unwetter zusammen. Manchmal frischt der Wind auf und treibt Schaumkronen vor sich her, doch meist hält er sich im Zaum. Als es finster wird, beginnt es wieder stärker zu regnen. Jetzt sind wir gespannt auf die Menschen und die Landschaft, die uns in KRETA erwarten und hoffen auf frühlingshaftes Wetter.

 

2 Gedanken zu “Gut in Kreta angekommen

    • Dankeschön. Derzeit ist das Wetter recht stürmisch und regnerisch. Bestimmt 5-6 Bft Wind, und er nimmt weiter zu, weiße Gischt schlägt über die Felsen vor uns. Aber ab Freitag soll die Sonne wieder scheinen. Viele Grüße in den hohen Norden und auch Euch ein geruhsames und frohes Weihnachtsfest.

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