Rund um die Ochsenbauchbucht

In KYPARISSIA drehen wir eine Runde durch den stillgelegten Bahnhof der Schmalspurbahn. Eine vor sich hin rostende Dampflok fristet ihr trauriges Dasein als Blickfang für eine Taverne, Ziegen grasen auf den Bahnsteigen. Das tut dem Spross einer Eisenbahnerfamilie in der Seele weh.

Auf dem Weg zu unserem Ziel besuchen wir noch die Rest des sagenhaften PALASTES DES NESTOR bei CHORA. Der Held der griechischen Sage, dem Altersweisheit, Beredsamkeit, Redlichkeit und heitere Lebenskunst, sprich Trinkfreudigkeit, nachgesagt wird, hat sich aussichtsreich eine riesige Villa bauen lassen. Tatsächlich ist die Aussicht traumhaft, die Badewanne interessant, das neue Zelt ansprechend und bestimmt teuer, die Ruinen leider etwas langweilig. Wir sind aber auch schon verwöhnt.

Eine einsame und wunderschöne Bucht reiht sich wieder einmal an die andere. Wir entscheiden uns für den weiten Strand in der Nähe von ROMANOS. Peter will sich wieder einmal auslaufen und wandert den weiten Buchten entlang nach Süden. Lange geht es barfuß durch die auslaufenden Wellen, bis eine Piste zu dem kleinen Kirchlein des Propheten Elias hinauf führt. Neben dem Weg liegt das aussichtsreiche Grab des Thrasymedes, einem Sohn des Nestors, der versteckt im Trojanischen Pferd die Tore Trojas öffnete. Heute ist sein Grab leer, seine Knochen von Grabräubern oder Archäologen irgendwohin gebracht. Oben angekommen, präsentiert sich die kreisrunde malerische OCHSENBAUCHBUCHT und die geschichtsträchtige BUCHT VON NAVARINO. Hier fand am 20. Oktober 1827 die letzte große Seeschlacht ausschließlich mit Segelschiffen statt. Eine alliierte englische, französische und russische Flotte stand einer türkischen, ägyptischen und tunesischen Flotte gegenüber. Die Alliierten hatten zwar weniger Schiffe, aber die besseren Kanonen und versenkten drei Viertel der türkischen und ägyptischen Schiffe. Diese Niederlage leitete das Ende der türkischen Vorherrschaft auf dem Balkan und die Entstehung des griechischen Staates ein. Der spätere griechische König Otto aus Bayern ließ später die bronzenen Geschütze bergen und geschäftstüchtig auch in seine Heimat verkaufen. So entstand in MÜNCHEN die Bavaria und der Obelisk am Karolinenplatz, wo Peter lange Zeit sein Büro hatte, aus der Kriegsbeute.

Entlang der Bucht führt der Weg bequem hinauf zum PALEO KÁSTRO, einer riesigen Burg auf der Halbinsel KORYPHÁSION, gegründet von Slawen, ausgebaut von Franken und abwechselnd beherrscht von Venezianern, Genuesen und Türken. Von hier ist die OCHSENBAUCHBUCHT ein Traum. Gleich unterhalb liegt die Höhle des Nestor, in der er seine Rinder untergebracht hat. Dann ist auch schon die wundervolle Bucht erreicht und der Schweiß der Wanderung kann im klaren und frischen Wasser abgewaschen werden.

100 Tage unterwegs

Heute sind wir schon wieder 100 Tage unterwegs. Über 7 000 km sind wir gefahren, haben bisher 10 Länder besucht und viel Schönes erlebt. So wie auch heute wieder. Es sollte ein ganz gemütlicher Tag werden und er war voll gepackt mit vielen Überraschungen und Erlebnissen.

Kaum sind wir mit der Sonne aufgestanden, kommt einer der Dauercamper mit drei Hunden vorbei und erzählt uns begeistert von seinen Wohnmobilreisen um die halbe Welt. Da es warm ist, machen wir einen kleinen Abstecher ins Landesinnere. Die Temperatur nimmt, je höher wir kommen, nur wenig ab. An einem mächtigen Brunnen füllen wir unsere Wasservorräte auf. Dann bringt uns unser Dicker auf breiter Straße auf über 1100 Meter zu dem imposanten Apollotempel in BASSAE, der zum Schutz in ein riesiges Zelt eingepackt ist und UNESCO-Weltkulturerbe ist. In FIGALIA halten wir zu unserer Mittagsrast. Ein Engländer auf einem Motorrad hält und erzählt uns von seinem Leben im nächsten Dorf und den Eigenheiten der Einwohner. Peter macht eine kleine Wanderung zu den Wasserfällen der NEDA. Auf einem kleinen Hügel steht ein kleiner Heratempel. Der weitere Weg führt durch einen kleinen Olivenhain, die Äste beugen sich unter der Last der vielen kleinen Früchte. An der eleganten Brücke über die NEDA treffe ich einen jungen Finnen mit kleinem Rucksack, der überlegt, ob er liebte in die Türkei oder nach Ägypten reisen sollte. Schwierige Entscheidungen. Entlang des Weges blühen die ersten Blumen, es ist Frühling. Bei dem kleinen Wasserfall mit dem einladenden Wasserbecken schmiegen sich eine kleine Kirche und eine winzige Einsiedelei an die Felsen über der tiefen Schlucht. Zurück finde ich einen kleinen Steig. Grabkammern liegen am Weg, unter den Büschen türmen sich die mächtigen Steine der ehemaligen Stadtmauer. Fast stolpere ich über eine Schildkröte, die hilflos auf dem Rücken liegt. Wieder in eine angenehmere Position gebracht, marschiert sie auf den nächsten Abhang zu. Als ich bei Susanne ankomme, wird es schon langsam dunkel. Zurück an dem weiten Strand gönnt uns die Sonne noch ein farbenprächtiges Spektakel. Uns wird es nicht langweilig.

Olympia

Olympia, neben Delphi die Städte, die so etwas wie eine griechische Identifikation schuf. Zur Zeit der antiken olympischen Spiele gab es ja keinen griechischen Staat, sondern viele Städte, die auf ihre Eigenständigkeit pochten und sich politisch nie einig waren. Man denke nur an die Athener in den Steinbrüchen von Syrakus oder die erbitterten Kämpfe zwischen Athen und Sparta. So kam man alle vier Jahre aus allen Städten im Kernland und den Siedlungen wie in Sizilien, Süditalien oder auch Kleinasien zusammen, um gemeinsam die Götter zu ehren und sich gegen gemeinsame Feinde, die Barbaren, zu einen, manchmal zumindest. Die Besucher und Staatsmänner feierten sich und die Sportler. Diese kamen ausschließlich um zu gewinnen und später als Olympiassieger möglichst viel Geld zu verdienen. Erst die neuen Spiele haben „dabei sein ist alles“ und den Amateur erfunden. Ebenso ein Mythos, ist der „olympische Frieden“, alleine den Gästen und Sportlern wurde sicheres Geleit zu der heiligen Städte zugesichert.

Teilnehmen durften nur Griechen, ausgeschlossen waren die Barbaren, die Fremden. Die Mazedonier konnten erst nach ihrem Sieg von Chaironeia im Jahre 338 v. Chr. teilnehmen. Prompt ließ deren König Philipp II. als neuer Herrscher das Philippeion errichten, als einziges Gebäude und als Ausdruck seiner neu gewonnen Macht ist es ein Rundbau. Als die Römer kamen, bedurfte es gewagter mythologischer Konstrukte, um diese als Griechen einzugemeinden, damit sie an den begeehrten Spielen teilnehmen konnten. Auch Nero nahm an den 211. Olympischen Spielen teil. Er ließ sie um zwei Jahre vorverlegen und eine eigene Villa bauen, die Unterkünfte der Schiedsrichter mussten dabei weichen. Natürlich gewann er. Wahrscheinlich ließen sie ihn absichtlich gewinnen, denn in Korinth ließ er seine Konkurrenten und Schiedsrichter kurzerhand köpfen, als er bei einem Wettbewerb im SIngen nicht den Siegeskranz bekam.

Vor den Spielen sprachen die Sportler und Schiedsrichter den heiligen Eid. Diejenigen, die sich nicht an die Regeln hielten, mussten eine Statue spendieren, an deren Sockel ihr Name eingraviert wurde. Heute könnte man wohl einige Prachtstraßen damit ausstatten. Wobei die Athleten alle Mittel und Methoden nutzten, um zu siegen. Fairplay war damals noch unbekannt.

Die ersten Spiele fanden 776 v. Chr. statt (vielleicht auch schon viel früher), erst der byzantische Kaiser Theodosius verbot die heidnischen Spiele in 393 n. Chr. So wurde die Tradition über unglaubliche 1169 Jahre gewahrt. Danach wurden einige Gebäude abgerissen, den Rest der monumentalen Tempel legte ein gewaltiges Erdbeben im 6. Jh. n. Chr. in Trümmer. Die Flüsse Kladeos und Alpheios bedeckten die Ruinen mit ihrem Schlamm, bevor die Deutschen ab 1875 die Olympische Stätte wieder ausgruben.

Wie bei den meisten Besichtigungen sind wir wieder früh unterwegs, ein Bus Japaner kommt mit uns an. Doch die wenigen Besucher verlaufen sich an dem so geschichtsträchtigen Ort, der selbst in diesem Zustand nach 3 000 Jahren noch viel Würde ausstrahlt. Man stelle sich die tausenden Zuschauer vor (ungenügend ersetzt durch die Touristen im Sommer, heute waren es mehr Aufseher als Besucher), die durch den heiligen Bezirk schlendern und die Sportler anfeuern.

Die Ausstellungsstücke im Museum geben ein wenig die Vorstellung von der einstigen Pracht der heiligen Stätte wider. Schade, dass sich die Menschheit heute nicht so eine integrierende Stätte erlaubt und gönnt. Aber welcher Ort könnte in unserer Zeit soviel Symbolik für die gemeinsamen Werte, z. B. für die Menschenrechtscharte der UN, ausstrahlen wie ehemals Olympia für die griechische Welt?

Wolkenkino

Über dem Meer stehen kleine Nebelwolken, das Thermometer zeigt gerade einmal 1 Grad an, doch immerhin Plus.

In KASTRO bezwingen wir auf einer engen Straße motorisiert den 250 m hohen Burghügel, von dem das KASTRO CHLEMOUTSI bequem zu erkunden ist. Diese ist eine der größten und am besten erhaltenen Burgen Griechenlands. Nachdem „lateinische“ Kreuzfahrer im Vierten Kreuzzug Konstantinopel erobert hatten, besetzten französische Ritter den byzantinischen Peloponnes. Gottfried I. von Villehardoin beschlagnahmte Kirchengüter, worauf ihm der Papst den Kirchenbann aussprach, und erbaute die Burg zwischen 1220 und 1230. Nach einigen fürstlichen Herrschern wechselten sich Venezianer und Türken als Burgherren ab. Letztendlich nahm der ägyptische General Ibrahim Pascha die Burg während des griechischen Freiheitskampfes 1825 ein und ließ sie teilweise schleifen. Doch noch immer sind die Reste der „fränkischen“ Festung beeindruckend. Leider bleibt, auch auf Nachfrage, das Dach der Burg mit wohl fantastischer Rundumsicht geschlossen.

Wieder zurück im Ort, besuchen wir eine moderne Ölmühle. Wie viel Öl wir wollen? Nur zwei Liter? Naja, wir wollen ja auch noch andernorts einkaufen. Aber auch diese zwei Liter sind nicht vorrätig, so werden sie extra für uns frisch gezapft.

Auf unserem weiteren Weg nach Süden ist die erste Station das alte Heilbad LOUTRÁ KYLLÍNI, das, natürlich, auch schon die Römer nutzten. Einige spärliche Ruinen und ein modernerer, aber stark verfallener, Pavillon stehen zwischen den mächtigen Platanen. Überall sprudelt und dampft das warme Wasser aus Rohren, leider ist es nicht in ein Becken zum Baden gefasst. Sehnsüchtig denken wir an die Therme Caronte im Süden Italiens.

Einige quirlige Ortschaften liegen am Weg, die Wahl zwischen den vielen Bäckern fällt schwer. Etwas abseits liegt ein neu restauriertes Kloster, leider verschlossen. Anders in SKAFIDIA, das Tor zum Kloster steht sperrangelweit offen. Ein Gärtner hegt den wunderbaren Garten, eine vom Alter gebeugte Nonne kommt mit dem Schlüssel und schließt die sehenswerte Kirche auf. Als Willkommensgruß gibt es wieder eine in Zucker eingelegte Süßigkeit.

Der Platz am örtlichen Strand gefällt uns und wir bleiben, auch den nächsten Tag. Nachdem immer mehr Griechen ins Wasser hüpfen und lange darin herum planschen, müssen wir es ihnen doch gleich nachmachen. Für Samstag ist wieder wechselhaftes Wetter vorhergesagt, die Wolkenstimmungen über den Tag sind wie im Kino sitzen. Der angekündigte Regen bleibt bis auf wenige Spritzer am Morgen aus. Morgen gibt es wieder Kultur, Olympia steht auf dem Programm.

Auf dem Peloponnes

Eigentliche heißt es ja die Peloponnes (-Insel), doch der Peloponnes klingt in unseren Ohren einfach besser. Heute treffen wir wieder einmal „wichtige“ Entscheidungen: wir fahren mit der Fähre über den GOLF VON KORINTH und bleiben an der Küste, um die Insel gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden. Die zweite Entscheidung haben wir Petrus zu verdanken, der sich wieder einmal nicht an die Wettervorhersage hielt. Eigentlich sollte die nächsten Tage die Sonne scheinen. So hätten wir die Berge um KALAVRYTA erkunden können. Doch irgendein Flügelschlag eines Schmetterlings hat die mathematischen Modelle der Meteorologen wieder einmal durcheinander gebracht. So scheint zwar ab und zu die Sonne, doch über den Bergen hängen dicke Wolken und wir meinen auch Schnee zu sehen. Der Abend bringt ein Gewitter, sogar Hagelkörner fallen vom Himmel und prasseln laut auf unseren Dicken. Nachdem wir in den letzten Tagen genug Regen hatten, bleiben wir an der Küste und hoffen auf ein paar mehr Sonnenstunden.

Die Entscheidung für die Fähre trafen wir, um die Jahrhundertbrücke besser sehen zu können. So bringt uns eine uralte Fähre über das ruhige Wasser des GOLFS VON KORINTH. Eigentliche heißt die Hängebrücke ja Harialaos Trikoupi, nach dem Ministerpräsidenten, der bereits im Jahre 1880 die Idee dazu hatte. Letztendlich weihte am 8. August 2004 Otto „Rehakles“ Rehagel das Bauwerk ein, kurz nachdem die griechische Fußball-Nationalmannschaft völlig überraschend Europameister geworden war. Welch eine Ehre für den Herkules des griechischen Fußballs.

20171204 5-Pano-1

Nun sind wir auf dem PELEPONNES angekommen. Wir kaufen im gut besuchten Lidl ein, zur Adventszeit gibt es sogar Klöße. Dann machen wir uns auf die Suche nach der Gasfüllanlage, die es hier geben soll. Nach einigem Fragen und Suchen finden wir sie auch im Industriegebiet von PATRAS. Nach über 90 Tagen war nur noch ein kläglicher Rest in der Flasche, jetzt kann Susanne wieder befreit aufkochen. Den giftigen Rauchschwaden einer Industrieanlage entfliehend, wir sehen sie auch noch die nächsten Tage über er Landschaft hängen, landen wir schließlich an eine einsamen Strand in der Nähe von ARAXOS und einem Militärflughafen. Hier ist uns noch eine Stunde Sonne vergönnt, bevor uns die lästigen Stechtiere in den Dicken treiben.

Schon am frühen Morgen steht wieder etwas Kultur auf dem Programm. Auf einem Felshügel stehen die mächtigen Mauern von DYME. Der Hügel ist schon seit 6 000 Jahren besiedelt, die letzten ständigen Bewohner waren wohl bis 1715 die Venezianer. Im 2. Weltkrieg hat das italienische Heer an den alten Gemäuern allerlei Verwüstungen angestellt. Fantastisch ist der Rundblick auf die Berge, die Lagune und den STROFILIÁ-KÜSTENWALD. Ein paar Meter weiter lockt ein kleines Kirchlein, das der jungfräulichen Maria geweiht ist, zu einem weiteren kleinen Spaziergang. Susanne wartet derweilen bei der Petruskapelle.

Am nächsten Morgen ist es frisch, wir entdecken später sogar Raureif auf den Wiesen, doch heute zeigt sich keine einzige Wolke am Himmel. Durch den zauberhaften Wald, zuerst bequem auf Asphalt, später über Schotter und durch riesige Wasserlachen, kommen wir schon nach ein paar Kilometern zum nächsten unendlichen Strand von KOUNOUPELAKI. Gegenüber liegen die Inseln ZAKYNTHOS, KEFALONIA, die Heimat des Odysseus ITHAKA und sogar LEFKÀDA ist noch zu sehen. Vor lauter Freude über den schönen Platz versenkt Peter unseren Dicken fast im losen Sand. Doch mit Hilfe eines Griechen bekommen wir wieder festen Boden unter den Füßen. Die Gegend ist voller kleiner Kapellen. Am nördlich gelegen Kap leuchtet hell eines der Kirchlein auf einem Hügel. Oben angekommen, entdecken wir gegenüber die Ruine eines Turms. Erinnerungen an Sardinien werden wach. Unterhalb stehen viele Autos, während der Woche und abseits von jeder Siedlung. Der Grund ist die Kapelle AGIOS NIKOLAOS und der heutige Nikolaustag. Als wir ankommen, ist die Messe gerade vorbei und die Besucher erhalten ein paar Scheiben Brot. Zu Hause wären die Kinder damit wohl nicht zufrieden.

20171206 31-Pano

Land unter

Hat es von August bis Oktober nur ein paar Minuten in Griechenland geregnet, schüttet es nun tagelang aus allen Kübeln, die Engländer würden sagen: „It’s raining cats and dogs.“ Die Küstenorte sind durch den Grauschleier nur schemenhaft zu erkennen und die wunderbaren Strände mit dunkelbraunem Wasser überspült. In der weiten Mündungsebene des ACHELOOS stehen die Felder, die Oliven- und Orangenhaine unter Wasser, in den Ortschaften pumpt die Feuerwehr die Keller frei. In ETOLIKO, unserem heutigen Tagesziel, berichtet ein Feuerwehrmann von einem Bergrutsch auf der Straße nach PREVEZA.

Als wir im verschlafen Ort KATOCHI im Verkehrsgedränge stehen, springt aufgeregt ein Grieche auf uns zu und fragt uns, ob wir aus Weißenburg kommen. Er ist dort vor 51 Jahren geboren und wir müssen unbedingt auf ein Glas Wein in die Taverne kommen. Dort erzählt er unter Tränen von seiner Geburtsstadt und schwärmt vom Schäufele mit Klos im Rohrberghaus (wo Martin die besten Frankens macht). Drei Onkel von ihm sitzen am Nebentisch, noch ein Wein wird ausgegeben und wir müssen unbedingt miteinander trinken. Auf die Frage, ob wir fotografieren dürfen, müssen wir fast alle Anwesenden ablichten. Etwas beschwipst torkeln wir zum Dicken.

Nicht weit entfernt liegt die alte Stadt OINIADES. Wir sind natürlich die einzigen Besucher des Tages, so sperrt der Wärter extra für uns die Tore auf. Das Theater, das fast vollständig aus dem Fels geschlagen ist, hat, wie eigentlich alle sonstigen auch, einen aussichtsreichen Blick, jetzt in die weite Mündungsebene des ACHELOOS, früher auf das Meer. Denn die Stadt verdankt ihre Bedeutung dem Hafen und einer Werft, die ebenfalls aus Stein gehauen wurde. Heute, da das Land versumpft ist, liegen die imposanten Ruinen sieben Kilometer vom Meer entfernt. Wie viele der umliegenden Orte mussten die Einwohner zu Ehren des späteren Augustus in dessen Sieges-Metropole NIKOPOLI umziehen.

Kaum zu glauben, nach dem vielen Regen scheint wieder die Sonne. Überall stehen noch riesige Wasserlachen (Peter nutzt sie nur, um unseren Dicken zu entsalzen, sagt er), doch die Landschaft schaut schon wieder viel freundlicher aus.

Schon früh erreichen wir MESSOLÓNGHI, das sich wegen seiner Verdienste im griechischen Befreiungskampf „Heilige Stadt“ nennen darf. Dank ihrer venezianischen Befestigung konnte die Stadt einer ersten Belagerung der Türken widerstehen. So entstand der Mythos der Stadt, der auch Europäer anzog, allen voran Lord George Gordon Noel Byron. („Ich erwachte eines Morgens und fand mich berühmt.“) Nach vielen Reisen und einigen Skandalen nahm Byron als begeisterter Philhellene das Kommando über die freien griechischen Streitkräfte an. Ein Jahr später, im Jahre 1824, starb er an Unterkühlung und dem ärztlich verordneten Aderlass. In Griechenland ist er bis heute hoch angesehen und bekam auf dem Friedhof „Hero’s Tomb“ ein eindrucksvolles Denkmal, andere Helden des Freiheitskampfes müssen sich mit einfachen Büsten begnügen. Doch MESSOLÓNGHI konnte auch der Lord nicht retten. Nach langer Belagerung wagten die Eingeschlossenen einen Ausbruch, der verraten wurde. Die Osmanen metzelten die Fliehenden nieder. Die in der Stadt noch eingeschlossenen Kinder, Frauen und Alten sprengten sich am 12. April 1826 in die Luft, Zehntausende von Menschen starben dabei.

Wir umfahren den mächtigen Felsblock VARASOVA und bleiben hinter der kleinen Ortschaft KATO BAILIKE weit genug über den Wellen stehen. Immer mehr erkämpft sich die Sonne die Herrschaft am Himmel, die Wärme tut wieder richtig gut, der Wind hat sich auch beruhigt. Gegenüber liegt PATRAS, zu der die neue elegante Brücke mit den vier mächtigen Pylonen führt.

Kurz nach Sonnenuntergang begrüßt uns der Vollmond, der mit 357 790 km Entfernung recht nah an der Erde vorbeifliegt und etwas größer erscheint als sonst.

Eine Traumbucht für uns ganz alleine

Eine Geschichte zum LEFKÀDISCHEN FELSEN gilt es noch nachzutragen: In der Antike diente die Klippe als Opferstelle. Der Sprung in die Tiefe galt als Gottesurteil. Den Verbrechern band man Vogelfedern um und wer den Sturz überlebte, dem waren die Götter gnädig und der Verurteilte frei. Auch manche Priester des Apollon, hier stand ja sein Tempel, setzten ihr Leben aufs Spiel. Aber auch unglücklich Verliebte sprangen hier in die Tiefe, wie die ruhmvolle Lyrikerin Sappho. Sie schrieb gefühlvolle und erotische Liebesgedichte. Als ihre eigene Liebe durch ihren Auserwählten Phaon, der mit göttlicher Schönheit ausgestattet war, nicht erwidert wurde, sprang sie 570 v. Chr. in den Tod. Was muss das für ein Mann gewesen sein, der so eine Frau verschmähte. Oder aus Sicht der Frau: „So schön kann doch kein Mann sein.“

20171129 25-Pano

Das Wetter ist wie vorhergesagt abwechselnd wolkig und sonnig. Wir ziehen ein paar Kilometer weiter. Die Fahrt geht durch Olivenhaine, Netze zur Ernte sind überall ausgelegt, am Rand stehen Erdbeerbäume mit reifen Früchten und die Heide steht in voller Blüte.

Eine kurvenreiche Straße führt hinunter zum PORTO KATSIKI. Wenn wir es nicht mit eigenen Augen sehen könnten, wir würden es nicht glauben. Es ist einer der schönsten Strände die wir bisher sahen. Unter überhängenden Felsen leuchten weiße Kieselsteine, an die das hell- bis türkisblaue Wasser in kleinen Wellen plätschert. Trotz des frischen Windes können wir nicht widerstehen und hüpfen ins Meer. Unbeschreiblich, und wir sind ganz alleine. Die großen Parkplätze lassen vermuten, welcher Trubel hier im Sommer herrscht. Wir nutzen einen Wasserhahn und unsere frisch erworbene Tonne zum Wäsche waschen. Peter betätigt sich als Trommelrüttler. Die erste Portion wird im starken Wind und der Sonne sogar trocken, auch wenn das ein oder andere Teil aus den Büschen gerettet werden muss. Am Abend, es ist schon finster, beginnt wieder einmal der Regen.

In der Nacht haben wir hinter einem kleinen Haus Zuflucht vor dem auffrischenden Südwind gesucht. Als wir im ersten Licht aufwachen ist bereits 17 Grad warm, später steigt das Thermometer auf 22 Grad. Der Himmel zeigt sich im dunklen Grau, das Meer ist aufgewühlt und der Strand von den hohen Wellen fast überspült. Gut, dass wir gestern in dem fantastischen Wasser noch schwimmen waren. Wir hätten etwas versäumt.

Wir kurven die breite Straße wieder hinauf, lassen die ein oder andere Bucht aus und sparen sie für einen nächsten Besuch früher im Jahr auf. In KALAMITISI probieren wir dann doch die Abfahrt. Viele Kurven ziehen sich, mit Steinen übersät, hinunter. Die bunten Blätter und die frei wachsenden Zypressen (ganz anders in der Toskana, wo sie in Reih und Glied stehen müssen) geben einen tollen Kontrast zum blauen Wasser und dem grauen Himmel. Die Bucht ist kilometerlang, kein weiterer Besucher ist hier, sonst gibt es nur ein paar verlassene Imbisshütten. Wieder ein traumhafter Ort zum Verweilen. Doch der Südwind hebt uns fast von den Beinen, unser Kopf fühlt sich wie beim bekannten bayerischen Föhn an. In KATHISMA finden wir einen etwas ruhigeren Platz am Strand, der zwar etwas zugebaut und verschandelt ist, doch breit genug, damit uns die Wellen nicht erreichen. Gegen Abend suchen wir den Windschatten einer Taverne auf. Die Wellen schlagen weiter mit Macht und Getöse auf den Strand, ans Baden denkt nicht einmal der Peter.

Obwohl der Himmel schwarzgrau ist, leuchtet das Wasser am nächsten Morgen immer noch in unterschiedlichen Blautönen. Da für die nächsten Tage weiterhin Regen und viel Wind vorhergesagt ist, ziehen wir wieder ein Stück weiter.

Die Straße führt durch ein fruchtbares Land. Kleine Felder, dazwischen Olivenhaine, prägen die Landschaft. Wir durchqueren einen recht großen verlassenen Ort und fragen uns nach dem Grund der Flucht der Einwohner. War es eines der vielen Erdbeben? Wie wir es im Süden Siziliens gesehen haben?

Dann erreichen wir MITIKAS, an dessen Strand sich Peter vor 29 Jahren mit Freunden traf. Da wir zu unterschiedlichen Zeiten von zu Hause los fuhren, mussten wir uns irgendwie verständigen. Es gab zu dieser Zeit keine Handys (unvorstellbar). Also wie macht man das? Ich rufe um 11:55 Uhr einen Freund in Nürnberg an und gebe unsere Position durch. Mein mich suchender Freund machte fünf Minuten später einen Vorschlag für einen Treffpunkt und weitere fünf Minuten später wusste ich nach einem weiteren Telefonat den Ort. Wir schmunzeln heute noch darüber. Nachdem in MIDIKAS der schmale Strand von hohen Wellen überspült ist und uns der Südwind die Gischt um die Ohren weht, ziehen wir ein Stück weiter. Kurz von ATAKOS führt eine breite Teerstraße zu einer schönen Bucht mit einzelnen mächtigen Bäumen, bei Sonne ein bestimmt idyllischer Badeplatz.

Vom Golf auf die Insel Lefkáda

So langsam verstehen wir unsere Freude, die schon seit Jahrzehnten nach Griechenland fahren. Die Menschen sind freundlich und zuvorkommend, die Landschaft höchst abwechslungsreich, überall ist Geschichte über Jahrtausende hinweg präsent, das Wetter ist zwar wechselhaft, aber immer noch wärmer als zu Hause.

Wir vollenden unseren Rundkurs um den GOLF VON AMVRAKIKÓS, bleiben über Nacht am weiten Strand (leider voll mit Miniseeigeln) von MENIDI, schlendern über eine bucklige Brücke zur Insel KOUKOUMITSA mit einer kleinen Kirche und besuchen die venezianische Festung in VONITSA.

Dann erreichen wir die Insel LEFKÀDA, deren Zugang die venezianischen Festung AGIA MÀVRA sicherte. Fast unversehrt steht der mächtige Mauerring direkt am Wasser, leider ist die Burg geschlossen. Wir bleiben gegenüber im kleinen Hafen stehen, vom böigen und starken Wind durch die Kaimauer geschützt. Die Nacht bringt wieder heftigen Regen, Blitz und Donner, der Morgen beginnt mit weiß blauem Himmel. Dann machen wir uns auf zur Umrundung der Insel. Bei NYDRI besuchen wir das Grab von Wilhelm Dörfeld (leider etwas verwahrlost), einem bekannte Archäologen, der in Olympia, Mykene und, zusammen mit Heinrich Schliemann, in Troja gegraben hat. Vom Ende der kleinen Halbinsel ist ein Teil von SKORPIÓS zu sehen, der Privatinsel der Onassis (wenn sie sie noch besitzen). Schon ein paar Kilometer weiter führt eine kurvige Straße durch Olivenhaine mit uralten und mächtigen Bäumen hinunter in die jetzt verlassene und einsame Bucht MIKROS GIALOS. Türkisfarbenes Wasser plätschert an den Kiesstrand. Leider ist es für ein Bad viel zu kalt. Als kleine Entschädigung zaubert das Wetter eindrucksvolle Farben und Stimmungen, aber bringt auch wieder Regen.

Wieder wechseln sich Sonne und Regen ab, der starke Wind schiebt die Wolken an die Berge der Insel. In MARANDOCHARI kaufen wir beim Bäcker ein knuspriges Brot und ein Hörnchen. Dann klappern wir einige Buchten ab: SYVOTA, AFTELI, VASSLIKI, bis wir am KAP DUKÁTO unterhalb des Leuchtturms, früher stand hier ein Tempel des Apollon, beim großen Parkplatz im Windschatten stehen bleiben. Die Felsen, das türkisfarbene Wasser (unglaublich diese Farbe) und die Wolkenstimmungen sind fantastisch. Kleine Frachter kämpfen sich Gischt spritzend durch die Wellen. Über KEFALONIA stehen meist dunkelschwarze Wolken, aus denen es heftig regnet. Gegen Abend beruhigt sich das Wetter, der Wind schläft fast ein und Sterne und Mond leuchten über uns.

16. August 1943

Im Dorf KOMMENO sind wir heute die einzigen Besucher, auch zu anderen Zeiten werden sich hierher wenige Touristen verlaufen. Der Ort liegt in der sumpfigen Ebene an der Mündung des ARACHTHOS in den GOLF VON AMVRAKIKÓS und ist umgeben von Orangen- und Olivenhainen. Am Ortseingang steht ein Glockenturm ohne Kirche, daneben ein schlichter Würfel mit den deutschen Worten: Freiheit – Frieden – Hoffnung – Zukunft. Dies ohne Erläuterung. Auf dem Dorfplatz steht ein Marmordenkmal mit 317 eingemeißelten Namen, dahinter das Alter. Es scheint ein übliches Kriegerdenkmal aus den Weltkriegen sein. Doch hier geschah etwas anderes, ein unvorstellbar grausames Massaker an unschuldigen Menschen.

Es ist 1941, italienische Soldaten besetzen das Gebiet, ein Zöllner ist im Ort stationiert und arrangiert sich mit der Bevölkerung. Schwarzmarkthändler von den Ionischen Inseln tauschen Nahrungsmittel mit den Bauern. Anfang 1943 tauchen Andarten, griechische Partisanen, auf, um Nahrungsmittel zu beschlagnahmen. Die Italiener stört das nicht weiter. Doch anders am 11. August 1943. Wieder kommen die Andarten und sammeln Nahrungsmittel ein. Doch plötzlich kommen ein paar Deutsche im Kübelwagen auf Erkundungsfahrt ins verschlafene Dorf. Kaum sehen sie die Partisanen mit ihren Waffen, machen sie kehrt und fahren zurück. Die Menschen bekommen Angst, doch die Italiener beruhigen sie. Das Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August feiert man wie immer mit Gesang und Tanz.

Am selben Abend werden die jungen Männer des 98. Regiments der 1. Gebirgs-Division, einer Elite-Division, die meisten zwischen zwanzig und zweiundzwanzig Jahre alt, aus den Zelten gerufen. Der Regimentskommandant Oberstleutnant Josef Salminger spricht kurz zu den Wehrpflichtigen: Deutsche Soldaten seien getötet worden und es sei höchste Zeit, hart gegen die Partisanen vorzugehen.

Etwa 100 Männer der 12. Kompanie rücken vor Tagesanbruch aus. Oberleutnant Willibald Röser, Mitte 20, gibt den Befehl aus, dass „alle niedergemacht werden müssen“. Sie umstellen das Dorf und geben mit zwei Leuchtraketen das Signal für den Angriff. Das Feuer wird seltsamerweise nicht erwidert, es sind keine Partisanen im Dorf. Die Truppe meldet auch keine Verluste. In den Häusern schlafen die Menschen noch, wer zu fliehen versucht, wird von den Wachposten am Ortsrand getötet. Die einzige nicht gedeckte Fluchtroute ist der Fluss. So überlebt zumindest die Hälfte der Einwohner. KOMMENO bietet nach sechs Stunden der totalen Verwüstung einen albtraumhaften Anblick und es herrscht eine schaurige Stille. 317 Dorfbewohner sterben, einige durch die „Gnadenschüsse“ von Offizieren. Die Opfer reichen von der einjährigen Alexandra Kritsima bis hin zur 75 Jahre alten Anastasia Kosta. Unter den Toten befinden sich 74 Kinder unter 10 Jahren und 20 vollständige Familien. Dann wird die Beute, Vieh, Wollsachen, 6 ital. Karabiner, 1 ital. MP, auf LKW geladen, mehrere Soldaten nehmen mit, was sie finden. Als die Soldaten abfahren, stehen alle Häuser des Dorfes in Flammen. Auch die Kirche ist zerstört, Rössler selbst hatte zu Beginn des Angriffs den Dorfpriester erschossen, der mit ihm sprechen wollte.

Die Nachricht der 1. Gebirgs-Divison an die Vorgesetzten in Athen lautet:

„Ergebnis Säuberungswelle Kommeno:

150 Feindtote, einige Stück Vieh, Handfeuerwaffen ital. Herkunft. Bei Abbrennen der Ortschaft Explosion von großen Munitionsmengen. Ergebnis dieser Aktion bestätigt erneut Ansicht und Meldung der Div, daß sich am Ostufer v. Arta starkes Bandenzentrum befindet, darunter stärkere Bandengruppen.“

Salminger geriet am 1. Oktober in einen Hinterhalt der Partisanen und wurde erschossen. Der Kommandeur des Gebirsgjäger-Regiments, Reinhold Klebe, wurde nie zur Verantwortung gezogen. Im August 1956 wurde er Kommandeur eines Gebirgsjägerbataillons und Standortältester der Bundeswehr in Mittenwald. Im März 1969 vorzeitig aus der Bundeswehr entlassen, setzte er sich nach Argentinien ab. Von 1973 bis 1975 war er Militärberater in Taiwan.

Quelle: Mark Mazower, Griechenland unter Hitler, Das Leben während der deutschen Besatzung 1941 – 1944 (siehe auch unter „Bücherkiste“)

Peter wird Aushilfsfluglehrer

Am Strand von KANALI gibt es einen kleine Hügel, der sich wunderbar zum Spielen mit dem Gleitschirm eignet. Der Seewind steht perfekt an, so dass sogar ein paar Hüpfer mit kleinen Kurven gelingen. Kostas, ein griechischer Gleitschirmlehrer, kommt mit einigen Schülern zum Üben vorbei. Er gibt uns den Tipp, die nächsten Tage nach CHANOPOULO zu fahren, der Wind würde perfekt passen und wir könnten am Startplatz mit unserem Dicken übernachten. Nachdem das Starten, trotz langer Pause, immer noch gut gelingt, fahren wir das Stück ins Landesinnere. Sofort gefällt uns der Platz. Wir stehen auf 333 m Höhe mit fantastischem Rundumblick. Kurz nach Mittag setzt sich der Seewind durch und schafft wunderbar angenehme Flugbedingungen. Kostas kommt wieder mit ein paar Schülern und braucht Jemanden zur Hilfe am Start, er muss am Landeplatz stehen. Ob ich nicht helfen könnte? Die Verantwortung zu Übernehmen ist aufregender als selbst zu Fliegen. Am Vortag schaffte es der eine Schüler trotz Fluglehrer nach ungezählten Startversuche nicht in die Luft zu kommen. Nun soll ich das schaffen. Aber, siehe da, bereits der zweite Start gelingt und er ist in der Luft. Was für eine Erleichterung. Aus Angst, zum Hilfsfluglehrer ernannt zu werden, fliege ich los und lande erst, als alle wieder in der Luft sind. Und auch sonst ist es hier oben einfach traumhaft, vom stimmungsvollen Sonnenaufgang bis zum farbenprächtigen Sonnenuntergang. Doch die Wolken zeigen die Wetterveränderung bereits an, ab morgen soll es wieder regnen. Wir werden wieder ein Stück weiter fahren.