Gorges de la Nesque

Eigentlich wollten wir auf den Mont Ventoux. Von Westen aus sahen wir keinen Schnee am meist windumtosten Berg. Doch die Nacht über hat es bei uns geregnet und am Morgen ist der Blick frei auf den weiß glänzenden Gipfel unter einem strahlend blauen Himmel. Wir kommen auf teilweise eisiger Straße bis zum Chalet Reynard auf etwas über 1.400 m Höhe und kehren dann lieber um.

Nicht weit entfernt hat ein kleiner Bach, die Nesque, eine großartige Schlucht geschaffen. Der Ort Monieux lässt uns idyllisch am Bade- und Fischweiher kostenlose übernachten. Hier haben Wildschweine den Picknickplatz umgepflügt. In der Schlucht entdecke ich zwei Rehe, die uns am nächsten Tag vor das Auto springen, und bestimmt zehn Gänsegeier, die hoch in der Luft ohne einen Flügelschlag in der Thermik kreisen. Am Schluchtgrund, an einer engen Stelle, die Wände kann man mit den Händen greifen, steht unter einem Überhang, wie ein Pueblo, die Chapelle Saint-Michel, geweiht am 27. August 1643. Auffallend sind die Muster in den Steinen.

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