Kaltenberghütte – Krachelspitze – Kaltenbergsee – Reutlinger Weg – Gstansjöchli – Konstanzer Hütte
Am Morgen ziehen durch das Tal und hänge über der Hütte graue Wolken. Aber ein paar blaue Lücken geben mir Hoffnung auf einen sonnigen Tag. Der Weg schlängelt sich anfangs gemütlich nach oben durch Im Krachel, bis es dann etwas steiler wird. Und dann kommt der Überraschungsmoment auf einer Scharte, die den Blick auf die Leeseite der Berge frei gibt: Unter mir funkeln die beiden türkisblauen Kaltenbergseen. Das Bild ist so überraschend schön, dass ich einen Jubelschrei loslasse – das geht nicht nur mir so, auch die anderen Wanderer sind begeistert. Immer wieder hüllen mich schnell ziehende Wolken ein, während ich zur Krachelspitze, 2686 m, aufsteige. Ich dachte, jetzt geht’s nur noch bergab. Froh Gemuht wandere ich den steilen ehemaligen Gletscherabbruch über den Reutlinger Weg hinunter und komme auf eine kleine Hochfläche, wo weißes Wollgras an den mäanderten Bächen blüht. Doch ganz so einfach ist es nicht: Der Steig wird nochmal richtig steil und führt mich hinauf zum Gstansjöchli auf 2573 m. Jetzt geht’s endlich wirklich bergab, über weite Wiesen ins breite Verwalltal, wo das Ziel für heute auf mich wartet: die Konstanzer Hütte auf 1688 m, die im Schatten des imposanten Patteriol steht.















