ZWEI BERGE, DIE SCHON LANGE AUF DER WUNSCHLISTE STANDEN

Seit nunmehr 20 Jahren fahren wir ins Friaul, doch bisher „schaffte“ ich es nicht, zwei der markanten Berge zu besteigen. Der eine davon ist der MONTE REST. Von unserer Badestelle am LAGO DI REDONA fahre ich mit dem Roller über die kurvenreiche Straße hinauf zum PASSO REST auf 1060 m ü.d.M. Bis zum Gipfel schätzte ich, sind es noch einmal 300 Höhenmeter, aber dann werden es über 700 m in der Mittagssonne. Eine steile Piste führt zu einer einsamen Alm, von hier steige ich durch den markanten Wiesenhang hinauf zum Gipfel. Tief unter mir schlängelt sich der TAGLIAMENTO über sein Kiesbett durch die enge Schlucht und weit reicht der Blick über viele Bergkämme.

Der zweite Berg ist der MONTE RAUT, der sich mit seinen 2025 m weit über die Friulanische Ebene erhebt. Markant erstreckt sich der lange, steile Grat vom Tal der MEDUNA nach Westen. Um in der Frische des Morgens starten zu können, fahren wir am Nachmittag zur FORCELLA DI PALA BARZANA. In der Nacht schüttet es heftig, am Morgen ist der Himmel blank gewaschen und strahlt im leuchtenden Blau. Um 7 Uhr ist es noch angenehm frisch, zumal der Weg anfänglich durch einen schattigen Wald führt. Nach einer guten Stunde wird es anstrengend: in einer steilen Schuttrinne geht es in direkter Linie gute 800 Höhenmeter hinauf zur FORCELLA CAPRA, der ZIEGENSCHARTE. Etwas geschafft mache ich erst einmal eine ausgiebige Pause und staune über das fantastische Panorama. Unzählige steile und schroffe Bergketten reihen sich bis zum Horizont, im Süden lässt sich das Meer im Dunst erahnen. Die letzten Höhenmeter sind fast gemütlich: über den Wiesengrat, nur unterbrochen durch einen seilgesicherten Felsenriegel, spaziert es sich angenehm zum Gipfel des MONTE RAUT. Mit seiner runden Kuppe wirkt er, anders als von unten gesehen, richtig gemütlich.

Nach einer ausgiebigen Rast wandere ich etwas weniger anstrengend auf dem selben Weg zurück. Dabei bleibt genug Zeit und Muse, die Blumenpracht zu genießen. Gilt doch der MONTE RAUT als schönster Blumenberg des Friauls.

3 Gedanken zu “ZWEI BERGE, DIE SCHON LANGE AUF DER WUNSCHLISTE STANDEN

      • Derzeit tingeln wir mit unserem neuen Zuhause quer durch Deutschland. Familie und Freunde besuchen, Behördengänge, ein wenig Auftragsakquise… Restarbeiten am LKW werden zwischendurch erledigt. Komischerweise ist damit der Kalender bis Ende September fast ausgefüllt. Wenn möglich, wollen wir dann ab Ende Oktober Richtung Marokko starten. Schauen wir mal, ob das klappt. Viele Grüße und vielleicht klappt es ja mit einem Treffen Anfang/Mitte August in Franken, dann wollen wir unserer alten Heimat einen Besuch abstatten. Viele Grüße von Karin und Klaus

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