In der Türkei

Nun haben wir uns doch für die TÜRKEI entschieden, und nicht für KRETA. Zum einen sind wir fast vor der Haustüre dieses Landes, zum anderen haben uns zwei Globetrotter mit ihrem Blog im wahrsten Sinne des Wortes den Mund wässrig gemacht. Wir drehen noch eine letzte große Runde in den Wald von DADIÁ, um unter Geiern zu sein. Die riesigen Vögel sitzen leider etwas weit weg vom Beobachtungshaus. Doch Christoph, ein Hobby-Ornithologe aus Hannover, leiht mir sein 600 mm Objektiv. So sind sie ganz gut zu erkennen.

Wir verbringen eine letzte Nacht in ALEXANDROÚPOLI um am nächsten Tag noch so einiges beim Lidl einzukaufen. Schnell bringt uns die Schnellstraße zum Grenzübergang KÍPI. Auf griechischer Seite stehen viele bewaffnete Soldaten an der Brücke über den EVROS. Schnell haben wir den Grenzfluss und den griechischen Zöllen passiert. Dann beginnen die Kontrollen: der Roller wir aufgenommen, danach fahren wir vorsichtig über eine Nagelleiste (gottseidank senken sich die spitzen Dinger), anschließend die Pässe gestempelt, der Dicke wird in allen Schüben und Winkeln gefilzt (der Zöllner murmelt immer wieder: „Whiskey?“), sogar das Gasfach und den „Koffer“ des Kleinen inspiziert er, ein weiterer Zöllner klopft mit zwei Fingern die Daten des Dicken in den Computer und der fünfte Zöllner kontrolliert noch alles einmal. Endlich sind wir in der TÜRKEI (und denken an die früheren Grenzkontrollen auf dem Weg nach Italien). Auf vierspuriger Straße erreichen wir KEŞAN. Hier holen wir erst einmal Türkische Lira aus dem Automaten und stürmen einen Supermarkt der Kette Migros. Als wir das Angebot sehen, sind wir sicher, in diesem Land nicht zu verhungern. Dann fahren wir noch ein Stück durch endlose Kiefernfelder, leider immer wieder vermüllt, bis ans Meer nach GÖÇETEPE LIMANI. Hier ist es ruhig und friedlich und wir können erst einmal durchschnaufen und ankommen.

Am nächsten Morgen ist der Himmel entgegen der Vorhersage wieder bedeckt und grau. So nehmen wir ein paar Kilometer unter die Räder, fahren über eine holprige Straße zurück zur vierspurigen Hauptstraße und kommen nach GELIBOLU. Die kleine quirlige Stadt an den Dardanellen überrascht uns. Am kleinen Hafen reiht sich ein Restaurant an das andere, die Fährschiffe wuseln über die enge Meeresstraße, immer den großen Frachtern ausweichend, hinüber nach Asien. Und überall hängen die türkischen Fahnen auf Halbmast. Mustafa Kemal Atatürk, der Gründer und Vater der Türkei, hat heute seinen Todestag.

 

7 Gedanken zu “In der Türkei

  1. Herzlich willkommen in der Türkei 💕

    Wir hatten heute einen wunderbaren sonnigen Tag, ca. 50 Kilometer südlich von Izmir!
    Ihr fahrt bald wieder in die Wärme, zum schönen Wetter. 🌞
    Verhungern werdet ihr nicht, keine Chance! 😋
    Migros ist noch der „teuerste“ von den Supermärkten, die unzähligen kleinen namenlosen können da mit dem Preis mithalten.
    Gruß
    von den GlobeTrottel

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  2. Das mit den Grenzkontrollen kenne ich in der Form noch von den Reisen in/aus die/der DDR. Und das erste mal wieder 2011 in GB. … ich hatte die Dame, die mir mein Wasser wegnehmen wollte, obwohl ich noch 2 Stunden auf den Anschlussflug warten musste, gefragt, ob sie sich nicht in der DDR als Zöllnerin bewerben wolle. Sie antwortete, dass es die GDR (DDR) nicht mehr gäbe. Ich sagte: genau! … und wenn mein Blick hätte töten können, wäre sie ganz sicher gestorben. Ich habe die Flasche auf Ex ausgetrunken. Die Kosten für eine Wasserflasche im Wartebereich (Kostenpunkt für 0,25L = 4,-€) habe ich mir geschenkt. Abzocke ! reine Abzocke.
    vg Francis

    Gefällt 1 Person

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