STEILER AUFSTIEG

Wie eine mächtige Barriere steht die lange Bergkette der CIME DEL MONTE MUSI über dem Tal des TORRENTE TORRE und nimmt einem fast den Atem. 1200 Höhenmeter ragen die Wiesenflanken und Felsspitzen in den am Morgen strahlend blauen Himmel. Noch Mitte der 20. Jahrhunderts nutzten die Bewohner des Torre-Tales einen steilen Weg über eine unbenannte Scharte zur Arbeit ins Rèsia-Tal. Weit ab von jeglichem Tourismus mühe ich mich die steilen und mühsamen Höhenmeter auf dem alten Pfad hinauf bis zu dieser Scharte, den ausgesetzten Grat zum Gipfel des MONTE CJADIN, einen der einsamsten Gipfel der Julischen Voralpen, spare ich mich lieber. Den Blick über den Bergkamm nach Norden will ich dann doch noch erspähen und werde mit einem fantastischen Ausblick belohnt. So viel Mühe hat mich noch kein Anstieg gekostet.

Der Rückweg ist trotz der Steilheit wesentlich leichter, auch wenn jeder Schritt überlegt sein will. Da bleibt bei zahlreichen Pausen Zeit, die vielen Blumen und Schmetterlinge zu beobachten. Wie vielfältig die Natur ist, wenn sie vom Menschen in Ruhe gelassen wird. Schwitzend im heißen MUSI angelangt, lädt mich ein Ehepaar zu einer Rast in ihren Garten ein. Ein Rosenschnaps, so verstehe ich es zumindest, und ein Caffè lassen die Lebensgeister wieder ein wenig aufleben.

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