DIE WEISSEN STÄDTE

Wir tingeln noch einige Kilometer der adrianischen Küste entlang. Ein paar nette Badebuchten passieren wir und über dem blauen Wasser schweben die weiß leuchtenden Städte. Doch es ist noch Saison. Einmal vertreibt uns das tiefe und durchdringende Basswummern eines Lautsprechers, andernorts verbietet die Gemeinde das Parken von Wohnmobilen oder die Ferienhausbesitzer dulden keine anderen Touristen. Einzig in Giovinazzo halten wir für einen Stadtbummel an. Die Caffés und Restaurants sind bis auf den letzten Platz besetzt, doch in den engen Gassen der Altstadt ist es ruhig und beschaulich. Aus einem Haus tönen wohlklingende Töne von Gitarren. Zwei ältere Männer haben einen Stapel Noten vor sich und musizieren eifrig.

Vor fünf Jahren brauchten wir eine ganze Woche für die Strecke, nun beschließen wir bereits nach zwei Tagen ins Landesinnere zu fahren, in der Hoffnung auf angenehme Temperaturen, an der Küste hat es noch 30 0C, und weniger Touristen. In Ostuni bummeln wir am Morgen durch die noch leeren Gassen mit den weiß gekalkten Häusern. Hier siedelten bereits in der Altsteinzeit Menschen, die Griechen bauten die Stadt nach der Zerstörung durch Hannibal wieder auf, dann kamen die Römer, die Normannen und noch manch anderer Volksstamm.

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