Am Morgen hat es sich eine Spinne am Außenspiegel bequem gemacht und wartet mit weit ausgestreckten Beinen auf Beute. Sie begleitet uns als blinder Passagier noch viele Kilometer.

Ein vorletzter Stopp führt uns zur Moselquelle. Das Denkmal ist recht gut gemacht, doch der kleine Rinnsal, der einmal ein großer Nebenfluss des Rheins werden wird, verschwindet hinter einer Hecke in einer Wiese.

Eindrucksvoller ist dagegen die Wanderung auf den knapp 1200 m hohen Drumont. Da wieder einmal eine Regenfront im Anzug ist, gibt es sogar stimmungsvolle Bilder von dem Aussichtsberg.








Etwas unterhalb des Ballon d’Alsac finden wir einen letzten Übernachtungsplatz. Schnell ist der 1248 m hohe Berg erklommen, bevor der Steig durch wunderschönen 600m Höhenmeter hinunter zum Lac d’Alfeld führt. Das klare und recht warme Wasser des Stausees kühlt zumindest ein wenig. Doch im Aufstieg, natürlich wieder 600 m hinauf, rinnt wieder der Schweiß in der schwülen Luft.








Nun waren wir gute sechs Wochen im Elsass und den Vogesen unterwegs. Bemühen wir uns auf unseren Reisen, täglich höchstens 50 Kilometer zu fahren, waren es hier oft nur 20 Kilometer, bis uns der nächste, und meist aussichtsreiche, Übernachtungsplatz anhalten ließ. Allein die Wanderungen führten über 300 km durch viel Wald und vorbei an unzähligen Burgen im Norden sowie die aussichtsreichen Grasberge im Süden. Dabei hätten die Höhenmeter ausgereicht, den Mount Everest zu besteigen, ausgehend vom Meer.
Es waren wunderschöne Tage nahe der fränkischen Heimat. Wir lernten die Freundlichkeit der Elsässer zu schätzen und die und die schier unendlichen Möglichkeiten in der Natur zu übernachten.
Es war schön, mitgenommen zu werden und neue Ansichten einer Region vermittelt zu bekommen, die uns eigentlich ziemlich vertraut ist.
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Hallo ihr beiden, zunächst einmal möchten wir zu diesem „Wildlife“-Photo gratulieren. Schwer beeindruckend!!! Und dann wollen wir „Danke“ sagen für Eure stimmungsvollen Bilder und wohlrecherchierten Berichte. Es ist immer wieder ein Genuss, Euch zu folgen. Wir freuen uns auf die nächste Reise und wünschen Euch in der Zwischenzeit einen wunderbaren Spätsommer. In der Zwischenzeit berichten wir dann halt von den südöstlichen Gefilden. Viele Grüße von Karin und Klaus.
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