Der Doubs (gesprochen „du“, wir sagen aber lieber „die Doubs“) ist ein eigenartiger Fluss: Er ist 453 km lang, die Mündung in die Saône aber nur 90 km von der Quelle entfernt. Erst fließt er in den Norden, als wolle er über den Rhein in die Nordsee, besinnt sich dann jedoch und fließt in den Süden und ins Mittelmeer. Caesar erwähnt den Doubs in seinen Commentarii de bello Gallico und nennt ihn Dubis, was „ungewiss“ und „zweifelhaft“ bedeutet. Eigentlich ganz zutreffend, für dessenUnentschlossenheit. Doch der Name ist keltischen Ursprungs und bedeutet schwarz.
Eines der meist besuchten Sehenswürdigkeiten im Jura, es kommen jedes Jahr 300 000 Besucher, ist der Saut de Doubs, ein 27 m hoher Wasserfall. Doch der Wasserstand der Doubs variiert über das Jahr hinweg sehr stark. Auch verliert er Wasser, wie die Donau, in den porösen Untergrund. So ist es auch jetzt, kein Tropfen stürzt sich über den Abhang. Die Wanderung führt erst am Stausee Lac de Moore entlang, dem geschätzte 15 m Wasser fehlen und ein wunderbares Tal unter sich begraben hat. Oberhalb des Wasserfalls staut ein 15 000 Jahre Bergsturz das Wasser der Doubs zum Lac des Brenets auf. Doch auch hier fehlen viele Meter, um den Wasserfall zu versorgen. So ist die Wanderung leider ein wenig trist. Wir müssen halt auf der Rückfahrt noch einmal vorbei schauen.







