Source de la Sorgue

Fontaine-de-Vaucluse ist, obwohl eine Million Besucher über das Jahr in den Ort strömen, sehr nett zu uns Wohnmobilisten. Für zwei Euro können wir 24 Stunden direkt an der glasklaren Sorgue stehen. Der Parkwächter kontrolliert unser Ticket, mit dem Kennzeichen drauf, und bedankt sich mit erhobenen Daumen.

Der Ort besteht aus Imbissbuden, Restaurants und Souveniershops, die jetzt fast alle geschlossen sind. Ein wenig Charme versprüht das Dorf doch: Das Bürgermeisteramt am kleinen, weihnachtlich geschmückten Platz, die romanische Kirche Saint-Vérain und die auf einem Felsen thronende Ruine einer Burg. Die Touristen strömen aber alle zum Ende des Tales, wo die Sorgue unter einer 230 m hohen Felswand entspringt. So bekam sie auch ihren zweiten Namen: Fontaine de Vaucluse – Brunnen des geschlossenen Tals. Sie ist eine der größte Quellen Europas, im Schnitt schüttet sie 21.800 l/s, versiegt jedoch in Trockenzeiten. Heute, nach einigen Regentagen, sprudelt sie aus dem ruhigen Quelltopf über den kleinen Wasserfall hinunter in den Ort.

Trotz des Regenwetters laufe ich rund um den Berg, aus dem die Sorgue entspringt. Manchmal drücken die Wolken über den Pass und umhüllen die herbstlichen Farben der Garrigue. Doch ein paar Mal ist der Blick frei auf die Rhone-Ebene, über die Nebelbänke ziehen.

Nach dem regnerischen Tag wecken uns am Morgen die ersten Sonnenstrahlen. Der aufsteigende Nebel taucht die Landschaft in ein fast unwirkliches Blau.

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