Über dem Luberon stehen dunkle Wolken, über den Alpilles, den kleinen Alpen, scheint die Sonne. Also auf nach Westen. In Orgon parken wir direkt an einem Badeweiher; verbotenerweise, aber es ist ja Nebensaison. Von hier führt eine Runde durch die ersten Ausläufer des kleinen Gebirgszugs. In der Höhe weht der Mistral, riesige Lentis stehen am Himmel. Der einsame Turm war früher ein Teil einer Kommunikationsstation, mit derer über bewegliche Flügel Nachrichten von Paris nach Marseille übermittelt wurden.





In Eygalières können wir unterhalb des Burgfelsens neben einem von Platanen beschirmten Péntanque-Platz stehen. Zwei Tage lang sehenwir den ambitionierten Spielern bei einem Turnier zu. Etwas außerhalb steht die malerische Kapelle Saint-Sixte, wahrscheinlich über einem antiken Heiligtum errichtet.






Bei herrlichem Wetter mit einem strahlend blauen Himmel möchte ich den Les Opis, der Berg mit dem Turm, besteigen, der knapp 500 m hoch ist, aber von unten für mich fast unbezwingbar ausschaut. Als wir losfahren, weht ein laues Lüftchen, doch als ich den Grat erreiche, nimmt es mir schier den Atem: der Mistral fegt in der Höhe über den Kamm. Das Gute ist die fantastische Fernsicht: der schneefreie Mont Ventoux, das Mittelmeer und der in der Sonne glitzernde Etang de Berre. Nach gut einer Stunde kehre ich um. Der Berg will einfach, dass ich wiederkomme.




