Rund um den Étang de Berre

Der Étang de Berre ist der größte Binnensee Frankreich und über den Canal de Caronte, den eine riesige Autobahnbrücke überspannt, mit dem Mittelmeer verbunden. In der Hafenstadt Martigues können wir direkt am Wasser stehen. An den Kanälen, die durch den alten Stadtkern fließen, stehen schmale bunte schmucke Häuschen. Heute weht kein Lüftchen, das Wasser ist im wahrsten Sinne des Wortes spiegelblank.

Der Priester Claudius Donnius Flavius ließ im Jahre 12. v.u.Z. eine Brücke über die Touloubre bauen. Da es etwas Besonderes sein sollte, ließ er zwei Torbögen anbringen, die von Löwen bewacht werden.

Das alte Miramas le Vieux bietet uns einen großen Parkplatz mit Blick auf den Étang an. Angelockt vom Krimi „Stille Nacht in der Provence“ von Cay Rademacher, erkunden wir das schmucke Dorf.

Auch in Saint-Chamas können wir fast direkt am See stehen. Eine Besonderheit ist die Pont de l’Horloge mit dem Glockenturm. Ende des 17. Jahrhunderts siedelten die Menschen beidseits eines Felsenriegels. Ein Tunnel wurde geschaffen, um den Menschen den gegenseitigen Zugang zu erleichtern. Doch dieser stürzte am 18. Dezember 1863 ein und begrub einen unglücklichen Kutscher unter sich. Da über den Felsen die Wasserversorgung führte, musste nun ein Viadukt gebaut werden, das 1902 den Glockenturm erhielt.

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