Eine kleine Verdon-Schlucht

Vom Belvédère de la Dent d’Arie an der Route des Crêpes wagen wir einen Tiefblick in die Verdon-Schlucht. Atemberaubend geht es in die Tiefe, in der senkrechten Wand glitzern Kletterhagen in der Sonne, ein halbes Dutzend Geier kreist ohne Flügelschlag entlang der Felsen.

Da die Taxis und Busse jetzt nicht fahren und ich auf der gut 12 km langen Wanderstrecke wohl alleine unterwegs wäre, wähle ich lieber die kleine Schwester etwas flussabwärts: die Basses Gorges du Verdon. Zwar sind die Felsen nicht annähernd so hoch, doch die einfache Wanderung hält eine Überraschung parat. Der Weg folgt dem aufgelassenen Canal du Verdon entlang, der bis 1969 Aix-en-Provence mit Wasser versorgte: Es geht über Leitern und Stege , schließlich durch einen Tunnel. Kein Lüftlein regt sich und die Wände spiegeln sich im Wasser.

Die Überraschung folgt auf dem Rückweg: In einem kleinen Seitental fühle ich mich wie in einem tropischen Dschungel. Zwar fließt kein Bach mehr durch die Schlucht, doch es ist sehr feucht hier, so dass die Moose und Flechten die Steine und Bäume überziehen.

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