Darmstädter Hütte – Kartellspeicher – Seßladjöchli – Niederelbehütte
Nach einem ausgiebigen Frühstück verabschiede ich mich vom sympathischen Hüttenwirt Andi. Obwohl der Wetterbericht heute sonniges Wetter voraussagt, sind die Hütte und die umliegenden Berge in dichte Wolken gehüllt. Der Weg geht gemütlich dem jungen Moosbach entlang, einige neugierige Kühe tauchen im Nebel schemenhaft auf. Dann lässt sich der türkisblaue Kartellspeicher erahnen. Nun fallen auch ein paar Regentropfen. Nach einem kurzen Stück auf einem Fahrweg führt der Steig in vielen Schleifen 700 Höhenmeter hinauf zum Seßladjöchli auf 2749 m. Ich kraxle noch den halben Hang zur Seßladspitze hinauf, bis mir der Weg zu schwierig wird. Die Sicht ist einfach fantastisch. Immer wieder ziehen Wolken die Hänge herauf, der Wind reißt der Sonne ein paar Lücken. Unter dem Kartellferner liegt der Kartellsee. Nun geht es steil bergab zur Niederelbehütte, die vom Joch aus schon zu sehen ist.
Im Sess-See nehme ich ein kurzes Bad im eiskalten Wasser, bevor ich die letzten Schritte zur Niederelbehütte gehe. Petra, die resolute Hüttenwirtin aus Ulm, zeigt mir mein Lager im „Herren-Schlafraum“. Knödelsuppe und Apfelstrudel wecken die Lebensgeister.
Es ist ein kleiner halbstündiger Spaziergang zum Hausberg der Hütte, dem Kappler Kopf, 2404 m. Auch jetzt noch steigen immer wieder Wolken aus dem Tal auf, über den Bergen sind sie arg zerrissen.













