Verwall-Runde – 8. Tag

Niederelbehütte – Kieler Weg – Schmalzgrubenscharte – Schmalzgrubensee – Hoher Riffler – Edmund-Graf-Hütte

Was für ein Morgen: Die Sonne steigt langsam über die Berggipfel am Horizont in einen strahlend blauen Himmel, über dem Trisannatal liegt noch eine leuchtend weiße Wolkendecke. Heute gibt es bereits um 6:30 Uhr Frühstück, sodass ich früh in den sonnigen Tag starten kann. Der Kieler Weg bleibt auf gleicher Höhe, immer über den Wolken. Der Steig im letzten Stück zur Schmalzgrubenscharte auf 2697 m windet sich in zahlreichen Serpentinen steil hinauf. Auf der anderen Seite reicht der Blick tief ins Stanzertal, und die Ortschaft Pettneu, das morgige Ziel und Endpunkt der Verwall-Runde, blitzt zwischen den Bergen hervor. Ein Bad im Schmalzgrubensee lasse ich aus, denn ich habe noch ein hoch aufragendes Ziel vor mir: den Hohen Riffler, mit 3168 m der höchste Berg des Verwalls. Ich stärke mich kurz mit Knödeln auf der Edmund-Graf-Hütte, bevor ich den Berg stürme. Zunächst geht es gemütlich über Almen, bevor der Weg immer steiler wird und das letzte Stück bis zum Gipfel über viele kleine Platten führt. Schön ist der Berg nicht, doch der Ausblick rundherum ist unbeschreiblich. Der Rückweg über die steile Scharte zwischen Kleinem und Großen Riffler gestaltet sich dann leichter als befürchtet. Ein kleiner See lädt zu einer letzten Rast ein. Zurück bei der Hütte lasse ich mir ein den Marillenstreuselkuchen schmecken. Am Abend zieht der Himmel immer mehr zu, und es beginnt ausgiebig zu regnen. Meine Badehose hängt noch zum Trocknen auf der Wäscheleine.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..