Heute fahren wir in die Halbwüste Bardenas Reales. Den Eingang zum Naturpark bewacht ein Hirte, als Denkmal. Staunend fahren wir durch diese einmalige und besondere Landschaft. Unser Bruno klappert zwar bedenklich auf der Schotterstraße, aber wir kommen im mäßigen Tempo bis nach Arguedas und parken dort auf dem offiziellen Wohnmobilplatz (das Übernachten im Naturpark ist verboten). Vor uns ist eine Klippe, mit Höhlenwohnungen, die bis 1960 bewohnt waren. Nachts werden sie mit allen Farben beleuchtet, es wirkt schon ein wenig gespenstisch.
Am nächsten Morgen fahren wir im dichten Nebel bis zum Cabezo de las Cortinillas. Von hier fährt Peter eine weite Runde durch die landschaftlich abwechslungsreiche Bardenas Reales. Viermal muss ein neuer Weg gefunden werden, da jeweils Wasser den Pfad in den Trockentälern weggespült hat. Es scheint in letzter Zeit hier heftige geregnet zu haben.








Die Bardenas Reales, bizzare Felsen aus ockerfarbenem Kreide- und Tongestein, hat sich durch Erosionsprozesse gebildet, die über Millionen von Jahren wirkten. Die Region besteht hauptsächlich aus sedimentären Gesteinen, die während der geologischen Aktivität im Tertiär und Quartär abgelagert wurden. Wasser, Wind und Temperaturunterschiede haben das Gelände geformt und die charakteristischen Hügel, Täler und Trockentäler (sogenannte „badlands“) geformt.
Das Klima in der Region ist mediterran, was bedeutet, dass es heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter gibt. Diese klimatischen Bedingungen haben zur Wüstenbildung beigetragen, da sie das Wachstum von Vegetation einschränken und die Erosion durch Wasser und Wind fördern. In 2000 erklärte die UNESCO diese faszinierende Landschaft zum Welt-Biosphärenreservat.














