Wer kennt ihn nicht, den Kampf des „Sinnreichen Junkers Don Quijote von der Manche“ mit den Windmühlen. Wir besuchen zwei Orte seiner Gegner, an denen vielleicht der Ritter von der traurigen Gestalt seinen aussichtslosen Kampf führte: Mota die Cuervo und Campo de Criptana. Schön sind sie anzusehen, die „dreißig Riesen“, mit denen unser Held den Kampf aufnahm und leider kläglich scheiterte.
Der Roman gilt als eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur und wurde 2002 von hundert Schriftstellern als „bestes Buch der Welt“ gewählt. So gilt auch sein Verfasser, Miguel de Cervantes, als einer der großen fünf Literaten. Spannend und schicksalsreich war sein Leben, das Uwe Neumahr in einer Biografie beschreibt.











Dialog von Don Quijote und Sancho Panza vor dem unglückseligen Kampfe.
„Jetzt leitet das Glück unsere Angelegenheit besser, als wir es uns nur immer zu wünschen vermöchten; denn dort siehst du, Freund Pansa, wie dreißig Riesen oder noch etliche mehr zum Vorschein kommen; mit denen denke ich einen Kampf zu fechten und ihnen allen das Leben zu nehmen. Mit ihrer Beute machen wir den Anfang, uns zu bereichern; denn dass ist ein redlicher Krieg, und es geschieht Gott ein großer Dienst damit, so böses Gezücht vom Angesicht der Erde wegzufegen.“
„Was für Riesen“
„Jene dort, die du dort siehst, die mit den langen Armen, die bei manchen an die zwei Meilen lang sind.“
„Bedenket doch Ritter, die dort sich zeigen, sind keine Riesen, sondern Windmühlen, …“
„Wohl ist’s ersichtlich, dass du in Sachen Abenteuer nicht kundig bist; es sind Riesen, und wenn du Furcht hast, mach dich von hier und verrichte dein Gebet, während ich zu einem grimmen und ungleichen Kampf mit ihnen schreite.“
„Fliehet nicht, feige niederträchtige Geschöpfe; denn ein Ritter alleine ist es, der Euch angreift.“