Mittlerweile sind wir in Kastilien und León angekommen und fahren durch die waldreichen und einsamen Hügel der Sierra de Francia.
Wir erreichen den Weiler Riomalo de Abajo. Nachdem wir uns die kleine Straße nicht weiterfahren trauen, bleiben wir am Ortsrand am Río Ladrillar stehen. Im Sommer wird daraus vermutlich ein Flußbad, wie wir es häufig in Portugal sahen. Peter will sich das Naturschauspiel am Ende der Straße nicht entgehen lassen und wandert die drei Kilometer hinauf um Aussichtspunkt Mirador El Meandro del Melero. Der Río Alagón bildet hier eine perfekte Schleife, besser kann es die Mosel auch nicht. Am heutigen Sonntag sind viele spanische Ausflügler unterwegs, der obere Parkplatz deshalb natürlich belegt. So war es doch eine gute Entscheidung, im Ort zu bleiben.



Abgeschieden im einsamen Tal des Río Batuecas liegt das Batuecas-Wüstenkloster des Ordens der Unbeschuhten Karmeliten der Heiligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel. Gegründet 1599, wurden 1836 die Ordensleute vertrieben und das Kloster verkauft und zerstört. Im Jahr 1937 ließ der Heilige Maravillas de Jesús das Kloster restauriert. Heute leben wenige Mönche hier und bieten in ihrem Hostel Menschen eine Zeit der Stille und Teilnahme an ihrem Leben an. Für Touristen ist das Kloster geschlossen.




Nachdem wir das Tal des Río Batuecas über eine serpentinenreiche Straße verlassen und den Puerto del Portillo erklommen haben, erreichen wir das pittoreske Bergdorf La Alberca. Es liegt inmitten der der Sierra de Francia auf 1045 m. Wunderschön ist die Plaza Mayor mit ihren Bruchstein- und Fachwerkhäusern und dem steinernen Kreuz.













Eine Überraschung bietet die reichlich geschmückte dreischiffige Pfarrkirche Iglesia de Nuestra Señora de la Asuncion aus dem 18. Jahrhundert. Der Kirchturm und die figurenreiche Kanzel stammen aus dem 16. Jahrhundert. Einer Überlieferung zufolge besiegten im Jahr 1465 die Frauen des Ortes eine belagernde portugiesische Armeeeinheit, deren Flagge noch heute erhalten ist. Dieses außerordentliche Ereignis wird am Ostermontag gebührend gefeiert.





