Bei schönstem Herbstwetter fahren wir erneut nur wenige Kilometer weiter. In Immendingen finden wir nahe der Donauversinkung einen Wanderparkplatz.

Zurzeit zapft der Rhein der Donau ihr gesamtes Wasser ab, das Bachbett liegt völlig trocken. Kaum zu glauben, dass der Pegel hier einst einen Höchststand von vier Metern erreichte.

Einige Höhenmeter über uns liegt der Höwenegg. Zu unserer Überraschung ist er ein ehemaliger Vulkan. Ursprünglich war er 812 Meter hoch, jetzt nur noch 798 m, und von zwei Burgen gekrönt. Ein Steinbruch trug jedoch die gesamte Südflanke des Berges ab und hinterließ eine 85 Meter tiefe Grube, die sich mit Regen- und Grundwasser füllte. In den 1930er Jahren fand man hier zahlreiche Fossilien, die sich in einem postvulkanischen Maarsee abgelagert hatten. Darunter waren das vollständig erhaltene Skelett eines dreizehigen Urpferdes sowie Überreste von Antilopen, Nashörnern, Hyänen und Säbelzahntigern.

Auf einem guten Radweg, ähnlich wie bei uns im Altmühltal, fährt es sich angenehm nach Tuttlingen. Mitten in der Stadt erhebt sich der Honberg, ein sogenannter Umlaufberg, den die Donau in früheren Zeiten aus der Landschaft geformt hat. Auf seinem weiten Hochplateau stehen die Ruinen der Burg Honberg. Einer Überlieferung zufolge zerstörte die Besatzung die Burg im Dreißigjährigen Krieg selbst, um die Stadt vor dem überlegenen Feind zu schützen.


Am Sportplatz von Reiselfingen gefällt es uns auf Anhieb so gut, dass wir gleich einen zweiten Tag bleiben. Kein Auto, kein Zug, keine Straße – nur abends wird hier unter Flutlicht fleißig trainiert.


Weit unter uns, gut 150 Höhenmeter tiefer, schlängelt sich die Wutach durch ein enges, malerisches Tal. Hier aber nur eine Sinterterasse, der Wasser in die Wurach fließt.



Doch heute ist der Schluchsee das Ziel. Ein Stück des Weges führt gemütlich über den Bähnle-Radweg, die frühere Bahnverbindung zwischen Lenzkirch und Bonndorf. Weite Strecken verlaufen durch Wald und unbewohntes Land.




Vom kleinen Lindenbuck bei Bonndorf reicht der Blick das erste Mal weit über das Alpenpanorama.

Wieder einmal stehen wir in der Nähe des Schauinslands und blicken hinüber zum Feldberg, mit 1494 Metern der höchste deutsche Berg außerhalb der Alpen. Auf Radtouren von insgesamt 120 Kilometern und knapp 3.000 Höhenmetern erkunde ich die fantastische Landschaft des Schwarzwaldes. (Gut dass ich mit Motorunterstützung unterwegs bin.) Der Höhepunkt ist natürlich der Feldberg. Der Rundumblick vom Hochplateau ist trotz der herbstlichen Inversion fantastisch: Im Westen die Vogesen, im Nordosten die gesamte Kette der Schwäbischen Alb und im Süden die lang gezogene Silhouette der Alpen – von der Zugspitze über Mönch, Jungfrau und Eiger bis hinüber zum Mont Blanc. Am Fuße des Berges liegt der 33 Meter tiefe Feldsee, ein von Gletschern während der Würmeiszeit geschaffener See. Kaum zu glauben: Bis 1769 war der Feldberg völlig entwaldet. Heute sind hier einige Bannwälder eingerichtet.













So schön, wieder einmal etwas von Euren Reiseerlebnissen verfolgen zu dürfen. Eure Texte und vor Allem Bilder sind wunderschön.
Liebe Grüße aus Südafrika, unsere Reise dokumentieren wir aktuell mit Polarsteps (https://www.polarsteps.com/KlausBoxelPeitz/29144562-2026-sudafrika?s=644b3c7a-77f1-4301-b8e8-205530453b12&referral=true).
Habt eine gute Reise und viele schöne Erlebnisse 😊.
Viele Grüße von Karin und Klaus
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