Früher mussten wir schon nach zwei Wochen wieder an die Heimfahrt denken. Heute bummeln wir gemütlich durch die Landschaften, denn es gibt weder einen festen Plan noch ein festes Rückkehrdatum. So sind wir nun bereits zwei Wochen unterwegs und noch immer nicht in unserem Zielland Frankreich angekommen.
So bleiben wir noch ein paar Tage im Markgräflerland am Oberrhein. Eine Radrunde führt hinunter zum Rhein, jenseits davon liegt Frankreich zum Greifen nah. Hier, an den letzten Ausläufern des Schwarzwaldes, ist die Landschaft sanft hügelig. Von kleinen Anhöhen reicht der Blick weit über das Rheintal bis zu den Vogesen. Weinreben und Obstbäume prägen die Umgebung. Während die Weintrauben bereits in den Fässern gären, werden die Kürbisse geerntet.




Beim Weiler St. Johannisbreite finden wir einen stillen Ort. Ab und zu bekommen wir Besuch von weißen Kühen und ihren quirligen Kälbern.


Wir wechseln den Standort und stehen nur wenige Kilometer weiter an einem Pferdehof im Wollbachtal, bei den wenigen Häusern von Egerten. Steile 800 Höhenmeter führen hinauf zum Hochblauen, dem 1.165 Meter hohen Hausberg des Markgräflerlands. Der Schwarzwaldverein errichtete dort 1875 einen filigranen Stahlfachwerksturm. Von hier reicht der Blick erneut weit in alle Richtungen: zu den Vogesen, zum Schweizer Jura und bis zu den Alpen. Die Gleitschirmflieger finden einen großen, angenehmen Startplatz vor, doch leider kommt der Wind heute von der falschen Seite.




Eine letzte Radtour, bevor wir nun endgültig nach Frankreich fahren wollen, führt über die Hügel der letzten Schwarzwaldausläufer und noch einmal hinunter an den Rhein. Ziel ist der Isteiner Klotz, ein markanter Bergrücken mit der Vituskapelle in seiner Flanke. Für die Nacht fahren wir auf einen Aussichtshügel oberhalb von Winterweiler. Am Morgen wecken uns der Flugverkehr des EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg und ein farbenprächtiger Sonnenaufgang mit Blick auf Basel.







