VOM CHÂTEAU DU HAUT-BARR ZUM BROTSCHBERG

Gleich unterhalb der drei Felsen, auf denen das Château du Haut-Barr thront,  können wir für den Tag und die Nacht stehen bleiben. Von hier führt eine Wanderung über die beiden Geroldsecker Burgen zum Brotschberg, auf dem der Vogesenclub vor 125 Jahren einen Aussichtsturm errichtete. Die 92 Stufen sind es allemal wert hochzusteigen, denn von der Plattform aus bieten sich die Vogesen in einer Rundumsicht dar.

In der nahen Grotte versuchen sich ein paar junge Kletterer an der überhängenden Wand. Faszinierend, mit welcher Geschmeidigkeit sie sich bewegen. Dann steht unvermittelt im Wald die La Cuve de Pierre. Es ist ein überdimensionierter Steintrog mit den beeindruckenden Maßen von Ø 2,50 – 3,00 m und einer Höhe zwischen 1,80 und 2,10 m und er wirft einige Fragen auf. Wie kommt er nur dahin und wer hat ihn geschaffen?

 Die mündliche Überlieferung besagt, daß der Trog von einem Pfarrer der Abtei von Marmoutier in Auftrag gegeben wurde. Er beabsichtigte, ihn in seinem Keller aufzustellen. Als jedoch die Arbeit vollendet war, waren die Arbeiter nicht mehr in der Lage, den Trog wegen seines Gewichts abzutransportieren. Somit wurde er im Wald zurückgelassen. Aus archäologischer Sicht diente der Trog als Wasserspeicher für die Einwohner des keltischen Oppidums auf dem Brotsch, welches auf die Téne-Zeit (500-100 v. Chr.) datiert wird.Anderseits sollen die Bruchmarken und Bearbeitungsspuren evtl. auf eine mittelalterliche Technik hindeuten. Das Geheimnis wird wohl so schnell nicht gelöst…

Zurück führt der Weg über noch so manchen aussichtsreichen Sandsteinfelsen und den herrlich schattigen und somit einigermaßen kühlen Wald.

2 Gedanken zu “VOM CHÂTEAU DU HAUT-BARR ZUM BROTSCHBERG

Hinterlasse eine Antwort zu Francis Bee Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..