Die fast schon traditionelle Wanderung steht an. Dieses Jahr bin ich wieder mit meinem langjährigen Freund Jürgen unterwegs. Die Wettervorhersagen verbreiten bei uns keinen großen Optimismus. Aber wie schon beim Gleitschirmfliegen wird auch beim Wandern das Wetter am Berg gemacht. Also starten wir trotz vorhergesagten Regen und Gewitter. Die Deutsche Bahn bringt uns pünktlich, preiswert und natürlich umweltschonend nach Oberammergau, dem Startpunkt unser sechstägigen Wanderung durch das Naturschutzgebiet des Ammergebirges. Und Petrus ist uns wohl gesonnen: Nur am ersten Tag laufen wir ein bis zwei Stunden im Nieselregen, an den nächsten Tagen bleibt das Wetter wechselhaft, aber trocken. Und ab und zu wärmt uns sogar die Sonne.
Mittlerweile genieße ich, nach Jahren mit dem Zelt, die Übernachtung auf den Hütten (obwohl sie lange vorher gebucht werden müssen und so die Flexibilität schon leidet). Doch der Rucksack ist um die Hälfte leichter (Mann wir ja immer älter), die Hüttenteams sind ausgesprochen freundlich, das Essen schmackhaft und immer wieder treffen wir interessante Menschen.
Aber genug der Vorrede: Hier ein „paar“ Bilder von unserer stimmungsvollen Wanderung.
Start in Oberammergau – Ammer und St. Peter und PaulIm Nieselregen auf dem KönigssteigSonnenflecken im AmmertalDie letzten Meter zum August Schuster Haus lässt sich noch einmal die Sonne blickenImmer wieder gut: Frischer Leberkäse mit KartoffelsalatAm nächsten Tag : Tief hängende Wolken, doch kein Regen, über dem AmmertalIch finde, dies ist auch ein „schönes“ Wetter. Stimmungsvoll führt der schmale Steig durch die steilen GrashängeFelsnadeln, fast wie in der heimischen Fränkischen SchweizNatürlich scheint beim bayerischen Sonnenkönig die Sonne: Schloss LinderhofMystisch …Eine große Portion Kaiserschmarrn wartet auf unsDie Abendstimmung lässt auf aussichtsreiches Wetter hoffen …… doch Wolken und Nebel steigen am nächsten Morgen immer wieder die Hänge hochAuf dem Weg zur Großen Klammspitze, die leider von Wolken umhüllt istIm Abstieg, hoch über dem AmmertalZum Bäckenalmsattel, auf dem ich schon einmal ein Unwetter im Zelt überstandAusgesprochen freundlich empfängt uns das Team der Kenzenhütte. Die Chefin ist gerade 26 Jahre alt. Immer mehr junge Frauen und Männer übernehmen die Bewirtschaftung der Hütten und Almen, zum Wohle ihrer GästeEndlich mal in der Sonne (tut schon gut)Blick zurück, das ist schon geschafftÜber den Gabelschrofsattel führt unser WegDie runde Kuppe des Säulings werden wir morgen, im wahrsten Sinne des Wortes, bezwingenZwischenstopp in der Alpe JägerhütteNach der Nacht in der Fritz-Putz-Hütte geht der Steig steil nach obenObwohl es die kürzeste Tour ist, ist sie auch für uns die anstrengendste: Nicht einmal 5 km lang, aber sehr steile 800 HöhenmeterSchloss Neuschwanstein und ForggenseeDie Steinböcke …… bringen auch die Wanderscharen nicht aus der RuheZum letzten Anstieg zum SäulingZum eigentlichen Gipfel führt noch ein schmaler und ausgesetzter Steig hinaufLechtal und ReutteDie traumhaften Seen rund um FüssenEin kleiner Zipfel des Plansees lugt am Talende hervorNoch sind es 300 ausgesetzte Höhenmeter zum Tagesziel: das Naturfreundehaus SäulinghausDie Abscheidstour: Wieder im ständigen Auf und Ab rund um den PilgerschrofenDer Alpsee und das Tal der Vils mit Breitenberg und Aggenstein am HorizontWir stürzen uns in die Touristenmassen rund um das MärchenschlossSchloss HohenschwangauDer Schwumm im Schwansee tat unglaublich gut. Der herausfordernde Säuling lugt noch über den Pilgerschrofen hervorUnser Ziel: Füssen am Lech
Nachdem wir uns ausgiebig gestärkt haben, fahren wir mit dem fast pünktlichen Zug wieder zurück nach Weißenburg und Nürnberg. Es war wieder eine fantastische Tour durch die bayerischen Berge. Vielen Dank an Dich Jürgen, für die wundervolle Begleitung. Ein Ziel für eine Tour im nächsten Jahr habe ich schon im Sinn.
Wundervolle Fotos. Fast schöner als bei Kaiserwetter. Sehr beeindruckend! Ganz liebe Grüße Andi und Heikr
LikeLike