In Andalusien


Den gesamten Vormittag über regnet es ausnahmsweise. Viele Kilometer fahren wir unter einen grauen Wolkendecke und streckenweise im dichten Nebel durch unendlich scheinende Reihen an Olivenbäumen, alleine in Andalusien gibt es 165 Millionen davon. Wir erreichen Úbeda und stehen am offiziellen Wohnmobilplatz, zusammen mit einigen Spaniern. Der Ort ist UNESCO-Weltkulturerbe, manche nennen ihn das Florenz Andalusiens. Vielleicht, weil die Renaissance hier Einzug hielt und prächtige Kirchen das Stadtbild prägen. Bedenkt man, dass Adel und Klerus keine Steuern zahlten, kämpften derzeit arme Handwerker und Bauern, die mit ihren Abgaben die Gebäude finanzierten, wahrscheinlich ums Überleben. Zur Mittagszeit, als wir durch die Stadt bummeln, sind die Kirchen geschlossen, die Cafés gut besucht, die Gassen dafür leer. Die Häuser wirken trutzig und kühl. Große Tore mit schönen Klopfern, den früheren Klingeln, verbergen vermutlich repräsentative Innenräume. Die Bürger hielten ihren Reichtum wohl geschickt verborgen.

2 Gedanken zu “In Andalusien

  1. Oh wie schön, wir erinnern uns an letztes Jahr! Bei Baeza regnete es dann. Wir suchten die Sonne. Man sagte uns, dann fahrt nach Málaga. Und so machten wir es. 😃
    Und wie eure Fahrt wohl weiter geht…. Gute Reise!

    Gefällt 1 Person

    • Ja, da haben wir wohl mehr Wetterglück. Wie es weiter geht? Wir folgen einem wunderbaren Blog von DonnaMattea, zuerst mal Richtung Málaga. Nachdem uns die Sonne verwöhnt, wird das noch einige Tagen dauern. Auch Euch weiterhin eine gute Reise

      Gefällt 1 Person

Hinterlasse eine Antwort zu DonnaMattea Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..