Eine Runde über der Bucht von Eloúnda

Am Morgen ist der Himmel über der kleineren der beiden SPINALONGA-INSELN rot erleuchtet. Zwar ist der Himmel noch mit grauen Wolken überzogen, doch heute wird es ein warmer und sonniger Tag.

Wir wollen nach ELOÚNDA und wählen hierzu eine kleine Runde über die Halbinsel. Über eine gute Straße erreichen wir bald die Höhe. In den ersten Sonnenstrahlen leuchten zwei frisch restaurierte Windmühlen. Laut einem Schild hat ein österreichische Baron Dr. Johann Caspar Kellersperg das Geld dazu spendiert. Wir kommen durch alte Dörfer, in denen viele kleine Häuser leer stehen und zu Ruinen verfallen sind. Dagegen sind die meisten Kirchen gut gepflegt und frisch weiß gestrichen.

Am Wegesrand steht eine muntere Ziegenschar, die sehr viel auf ihr Äußeres hält. Wir entdecken viele unterschiedliche Frisuren, Haarpracht und Bart sind aufwendig frisiert.

Wir fahren hinunter in die Ebene von KASTÉLLI, über der sich die Berge der LEVKA ORI majestätisch erheben. Zwischen den Wolken spitzen einzelne schneebedeckte Gipfel hervor. Dann sehen wir unter uns ELOÚNDA und gegenüber die Insel SPINALONGA. Das meist stille Wasser der Bucht dazwischen nutzte in den Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts die britische Fluggesellschaft „Imperial Airways“ für Zwischenlandungen auf den Flug in den Nahen und Fernen Osten.

Bei schönstem Wetter kommen wir gegen Mittag in den Ort. Die Marktstände am kleinen Hafen sind noch aufgebaut und wir treffen die Frau von Vorgestern wieder, diesmal ist ihr Mann dabei. Peter kommt mit ihm ins Gespräch, der im Sommer lieber auf Kreta bleibt, während seine Frau nach Deutschland zu den Kindern und Enkelkindern fliegt. Mann hat ja Schafe, Ziegen, Hühner und noch so einiges an Tieren zu versorgen.

Über eine kleine Landzunge und eine Brücke (Franzosen haben hier 1897 den Damm durchstochen und die Halbinsel zur Insel gemacht) erreichen wir SPINALONGA. Peter packt nach langer Zeit wieder einmal seine Laufschuhe aus und macht einen kleinen Spaziergang über die Insel. Eine kleine Bucht mit glasklaren blauen Wasser lädt unbedingt zum Baden ein, es stellen sich nicht einmal die Nackenhaare auf. An der Küste stehen alte Säulen, es scheint ein kleines Heiligtum gewesen zu sein. Über einen kleinen Höhenrücken führt der alte Weg zwischen dick aufgeschichteten Mauern auf die andere Seite der Insel und zurück zu Susanne. Nachdem im kleinen Hafen drei Wohnmobile stehen, beschließen wir auf dem Damm zur Insel zu übernachten.

 

3 Gedanken zu “Eine Runde über der Bucht von Eloúnda

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