TONNERI UND TACCI DER OGLIASTRA

Das Warten auf sonnigere Tage hat sich gelohnt, ein farbiger Sonnenaufgang lässt auf gutes Wanderwetter hoffen.

Wir machen uns auf den Weg in die OGLIASTRA. Erste Sonnenflecken huschen über die grünen Felder und die bunten Dörfer, einige der Berge hüllen sich noch in Wolken. Wir umfahren die engen Gassen von JERZU, durchqueren ULASSAI und bleiben am Friedhof mit Aussicht stehen.

Peter marschiert los. Durch die enge Hauptstraße geht es zum Einstieg der kleinen Tour auf der anderen Seite des Dorfes. Steil und in vielen Serpentinen führt der Steig hinauf und unter die senkrechten Wände der PUNTA MATZEU. Wunderbar ist der Blick auf ULASSAI und das Meer, der MONTE FERRU verhüllt sich noch. Immer wieder ziehen Nebelschwaden über den Berg und tauchen den niederen, dunklen Wald in ein gespenstiges Licht. Die Kork- und Steineichen sind immergrün, wie auch die Büsche der Macchia. Es gibt nur ein paar wenige Farbtupfer: herbstlich orangene Blätter und die rot leuchtenden Früchte des Erdbeerbaumes, die nun auch massenhaft am Boden liegen. Die Wildschweine, die überall den Boden aufgegraben haben, scheinen sie nicht zu mögen. Auf dem kleinen Gipfelplateau der PUNTA ist schön Rasten. Gemütlich führt der Weg hinunter zum kleinen Bergeinschnitt SCALA ‚E PREDI, gegenüber erhebt sich ein felsiger Gebirgszug über den grünen Hängen. Ein kleines Felsband, sogar mit Seilsicherung, führt zurück in den Wald und zum Schluss auf breiter Straße nach ULASSAI zu unserem Übernachtungsplatz.

Am frühen Morgen ziehen noch dünne Wolken über den Himmel, ein paar harmlose Cirren, wie es im Wetterbericht manchmal heißt, die sich den Tag über alle auflösen. Am Abend trübt keine einzige Wolke das Blau des Himmels.

Das sonnige und warme Wetter nutzend, fahren wir weiter hinein in die Berge der OGLIASTRA. Der MONTE TONNERI ist dabei einer der eigentümlichsten Gegenden dieses Gebirges: „Tonneri“ heißen die kleinen Tafelberge, „Tacci“ die steil aufragenden Felstürme der Region. Einer der imposantesten Felstürme ist der PERDA ‚E LIANA, der Stein der Ebene. Auf gut ausgebauten Weg können wir in umrunden.

Das nächste Ziel ist die PIZZU MARGIANI POBUSA, mit 1323 m ü.d.M. die höchste Erhebung des MONTE TONNERI. Über eine schmale, aber meist gute Straße, erreichen wir den Ausgangspunkt. Die Wanderung beginnt auf einer breiten Piste, hinein in die Wälder der ENTE FORESTE DELLA SARDEGANA. Hier wird ein großes Gebiet wieder aufgeforstet. Dann wird der Weg schöner, von vielen Geländern geleitet führt er durch einen abwechslungsreichen Mischwald. Etwas abseits vom Weg liegt das 48 m tiefe Karstloch SU STAMPU. Hier kann problemlos ein Mensch für immer verschwinden. Über eine alte Straße erreiche ich den Gipfel mit dem Haus für den Feuerwächter, der jetzt zu dieser Jahreszeit natürlich nicht hier ist. Rundherum reicht der Blick über die unzähligen Hügelketten Sardiniens.

Ein paar Kilometer weiter ins Landesinnere hinein, steht die NURAGHE ARDASEI malerisch auf einem kleinen Hügel. Die beiden heute bestiegenen Gipfel sind gut zu sehen: in der Mitte der Stumpf der PERDA ‚ELIANA, rechts davon die runde Kuppe der PIZZU MARGIANI POBUSA.

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