WASSERWANDERUNG

Die warmen Quellen von FORDONGIANUS locken uns noch einmal. Und wir haben Glück, wenn auch nur kurz. Als wir ankommen hat der TIRSO wenig Wasser, doch kaum eine Stunde später ist das Bachbett wieder überflutet. Zwei Männer kommen und warnen uns vor weiter steigendem Wasser, wegen des angekündigten Regens wird vom Stausee Wasser abgelassen. So stellen wir uns vorsichtshalber ein paar Meter weiter oben auf den offiziellen Wohnmobilparkplatz.

Nach dem Badevergnügen drehen wir eine Runde durch den Ort. Viele Häuser sind aus dunkelrotem Trachyt erbaut, die Hälfte davon steht leer. So wirkt der Ort mit den ehemals prächtigen Häusern und den nun verschlossenen Türen und Fenstern eher trist.

Trotz des angekündigten Regens wagen wir uns auf die Hochebene GIARA DI GESTURI. Mit 550 m ü.d.M. überragt der vulkanische Tafelberg die weite Ebene. Eine Besonderheit sind die kleinen, halbwilden Pferde, Is Quaddeddus, wie sie auf sardisch heißen. Peter macht sich sogleich auf den Weg. Doch hier scheint es in den letzten Tagen heftig geregnet zu haben und die Hochfläche ist wasserundurchlässig. War bei unseren letzten Besuchen alles trocken, steht nun selbst auf den Wegen das Wasser knöcheltief. Streckenweise geht es nur barfuß weiter. Die sonst wenig scheuen Pferde verstecken sich im dichten Gestrüpp und suchen wohl unter einer der alten Korkeichen etwas Schutz vor dem Regen.

In der Nacht hat es heftig geregnet und wir sehen am Morgen keine zehn Meter weit. Da ist das Wasser bestimmt noch einmal um ein paar Zentimeter gestiegen. Vorsichtig tasten wir uns hinunter nach TUILI. Überall ergießen sich Bäche über den steilen Abhang auf die Straße, die streckenweise zum Flussbett wird. Der angesagte Sturm für die nächsten Tage wird über den Bergen wieder viele Wolken bringen. So fahren wir in der Hoffnung auf ein paar Sonnenstrahlen ans Meer, noch einmal zum CAPO PECORA. Der Westwind schiebt die mächtigen Wellen, so wie wir sie nur vom Atlantik kennen, auf den weiten Strand. Letztendlich finden wir in der Ferienhaussiedlung PORTIXEDDU einen windgeschützten Platz mit Blick auf das tosende Wasser.

Nun wünschen wir Euch ein friedvolles und frohes Weihnachtsfest.

4 Gedanken zu “WASSERWANDERUNG

  1. Schade, dass ein Ort so allmählig von der Bildfläche verschwindet. Sicher auch Überalterung und die Jugend ist ausgezogen in die große weite Welt. Tolle mystische Landschaft in dem Wald … ein bisschen wie in einem Elfenwald mit den Mossbewachsenen Steinen.
    In den warmen Quellen würde ich auch gerne baden 😉 … besser geht es kaum.
    Euch auch eine schöne Weihnachtszeit in Eurem Ferienmobil.
    LG Francis

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