Durch die Steinwüsten der Insel Pag

Die INSEL PAG schiebt sich wie ein langer Finger in das blaue Meer. 60 km sind es von der Inselbrücke bis zur nördlichen Spitze, hier ist sie nur 2 km breit. Unwirklich erhebt sich die Steinwüste, durchzogen von endlosen Mauern, aus dem blauen Wasser. Dazwischen suchen Schafe nach dem wenigen Grün. Die salzigen Sträucher, die sie fressen, verleihen dem Inselkäse sein spezielles Aroma. Wir fahren staunend über die Insel und ersteigen den mit 349 m höchsten Berg der Insel, den SVETI VID. Von hier genießen wir die Rundumsicht. Unzählige felsige und nackte Inseln strecken sich im Meer, über dem Festland türmen sich weiße Wolken über den kahlen karstigen Bergen. Wir finden eine einsame Bucht, nur ab und zu ziehen kleine Fischerboote vorbei, ein Kormoran taucht mit seien drei Küken unermüdlich. Petrus ist uns hold und schickt zwar ab und zu ein paar Regentropfen, aber meist scheint die Sonne von einem blauen Himmel und wir kommen zu unserem ersten Bad im schon frischen Meer.

Über Nacht ist der Regen wieder zurückgekommen, dennoch fahren wir an die Nordspitze der Insel. Immer mehr Sträucher überziehen die Steinwüste, bei LUN ist gar ein riesiger Olivenhain erhalten geblieben. Trotz heftigem Regens machen wir uns auf den Weg und sind fasziniert. Tausende von alten und knorrigen Olivenbäumen, der älteste 2 000 Jahre alt, stehen majestätisch in dem steinigen Garten. Jeder einzelne Baum ist einzigartig und des Bestaunens wert. Selbst in den ältesten Bäumen sprießen zarte grüne Triebe aus der schorfigen Rinde. Die Blätter und Oliven tropfen vom Regen. Völlig durchnässt und überwältigt erreichen wir unseren Dicken.

Bei der weiteren Fahrt zurück in der Süden bleibt uns der Regen treu. Doch auch dieses Wetter hat seinen Reiz: die weißen Steine und der blauschwarze Himmel geben einen tollen Kontrast. Wir probieren noch die ein oder andere Abzweigung und finden kurz hinter NIN einen ruhigen Aussichtsbalkon. Sogar die Sonne lässt sich nun wieder schüchtern blicken und zaubert den ein oder anderen Regenbogen.

3 Gedanken zu “Durch die Steinwüsten der Insel Pag

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